Aachen, Theater Aachen, Bilanz 2011/2012

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 Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO
Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen:  Bilanz der Spielzeit 2011/2012 

Das Theater Aachen kann auf eine bemerkenswerte Spielzeit 2011/12 zurückblicken: Mehr als 139.000 Zuschauer besuchten die Schauspiel- und Opernaufführungen sowie Konzerte. Im Hinblick darauf, dass es in dieser Spielzeit weniger Großveranstaltungen wie beispielsweise die Chorbiennale gab, konnten die Besucherzahlen des Vorjahres gehalten bzw. übertroffen werden.

26 Premieren, darunter drei Uraufführung (»Tomorrow maybe – Über-Leben in Diktaturen«, »Ein Jahr für die Ewigkeit« und »Wie der Elefant die Freiheit fand«), hat das Ensemble des Theater Aachen von September 2011 bis Juli 2012 auf die Bühne gebracht.

Ein Publikumsmagnet auf der großen Bühne war vor allem bei einem jungen Publikum mit Sicherheit Büchners Woyzeck mit der Musik von Tom Waits. 7.700 Zuschauer sahen in 19 Vorstellungen diese erfolgreiche Produktion. Aufgrund der großen Nachfrage wird das Stück in der neuen Spielzeit wieder aufgenommen. Ebenfalls sehr erfolgreich war Molières Tartuffe. Diese Komödie sahen insgesamt 5.347 Zuschauer. Zum Publikumsrenner im Musiktheater entwickelte sich Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart in der Regie von Michael Helle. Das Stück sahen in 16 Vorstellungen mehr als 8.800 Zuschauer. Auf besonders starke Resonanz stieß in der Kammer die Produktion So oder So – Hildegard Knef. Das Stück wurde 17-mal gespielt, davon 9 Mal vor ausverkauftem Haus. Auch diese Produktion wird in der kommenden Spielzeit wieder aufgenommen.

Über die Stadtgrenzen hinweg ging das Interesse für die Uraufführung »Tomorrow maybe – Über-Leben in Diktaturen« in der Regie von Chefregisseur Ludger Engels. Das Projekt stellte mit unterschiedlichen ästhetischen Mitteln (Kammerspiel, Tanz, dokumentarische Videoinstallation, Puppenskulptur) Fragen an drei totalitäre Systeme der 70er Jahre. Ein außergewöhnlicher Spielort wurde für einen Teil des Projektes mit der Gallwitz-Kaserne in Aachen gefunden.

Bei den kleinen Zuschauern war das diesjährige Familienstück Das Dschungelbuch der absolute Renner. In 36 Vorstellungen sahen mehr als 27.130 Zuschauer das Stück, was einer Auslastung von mehr als 88,1 % entspricht. Auch das Puppenspiel Wie der Elefant die Freiheit fand hat in 29 Vorstellungen 1.654 kleine und große Zuschauer begeistert und war 24 Mal ausverkauft.

Das Theater Aachen trägt zunehmend mit seiner theaterpädagogischen Arbeit dazu bei, Schülerinnen und Schülern kulturelle Kompetenzen zu vermitteln. Die Theaterpädagogik des Theater Aachen wendet sich mit seiner vielfältigen Angebotspalette an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Inzwischen gibt es vier Kooperationsschulen, das theaterpädagogische Büro organisiert zu jeder Inszenierung Vor- und Nachbesprechungen individuell auf die Schulklassen abgestimmt. Die Mitarbeiter organisieren Führungen durchs Haus und die Werkstätten, Sit-in Proben und Besuche von Orchestermusikern in Schulen. Auch das Angebot zum aktiven Theatermachen ist gestiegen. So gab es in diesem Jahr neben U21-und dem Ü55-Club den Backstage-Club für Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Hierbei war die Nachfrage so groß, dass gleich zwei Clubs gegründet worden sind.

Im Mörgens entwickelte sich das Uraufführungsprojekt »Ein Jahr für die Ewigkeit« zum Publikumsmagneten. »Ein Jahr für die Ewigkeit« ist das Ergebnis von Improvisationen über den Selbstversuch von Philipp Manuel Rothkopf und Julia Brettschneider, ein CO²-reduzierteres Leben zu führen. Das Mörgens-Erfolgsstück erwies sich auch in Schul-Aulen als großer Erfolg und wurde in fünf Schulen der Städteregion aufgeführt. Erstmals hat das Mörgens in diesem Jahr mit dem Last Exit ein gemeinsames Weihnachts- und Sommerfest gefeiert, was viele Anhänger fand, so dass dies in der kommenden Spielzeit fortgesetzt wird. Auch als Konzertort konnte sich das Mörgens immer mehr etablieren.

Auf eine erfolgreiche Saison können auch Aachens scheidender Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch und das sinfonieorchester Aachen blicken. Neben den Sinfoniekonzerten wurden in den Sonderkonzerten weitere Höhepunkte gesetzt, so bei »Bruckner in St. Nikolaus« (diesmal in St. Michael) und im »Domkonzert«. Die beliebten Reihen wie »Barock im Ballsaal«, »Gold und Silber«, »Konzert ohne Frack« und die Familien- und Kammerkonzerte wurden erfolgreich fortgesetzt. Mit der Aufführung von Gustav Mahlers 8. Sinfonie fand die Sinfoniekonzertsaison dreimal vor ausverkauftem Haus einen fulminanten Abschluss.

Mit den Kurpark Classix vom 24. bis 26. August beginnt für das sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Aachens neuem GMD Kazem Abdullah die neue Spielzeit. Am 15. September startet das Theater Aachen ab 14.00 Uhr mit einem großen Theaterfest in die neue Spielzeit. Am nächsten Tag, den 16. September, hebt sich um 18.00 Uhr der Vorhang für die erste Musiktheaterproduktion der neuen Spielzeit: Carmen von Georges Bizet in der Regie von Michael Helle und unter der musikalischen Leitung von Kazem Abdullah. Eine Woche später wird mit Die Präsidentinnen von Werner Schwab am 21. September die Saison in der Kammer eröffnet und am 23. September feiert mit Macbeth von William Shakespeare in der Regie von Chefregisseur Ludger Engels das erste Schauspiel auf der Bühne Premiere. Die Saison im Mörgens wird am 29. September mit »Tschick« nach dem Erfolgsroman von Wolfgang Herrendorf eröffnet.

Die Theaterkasse hat in den Ferien geschlossen und öffnet erst wieder am 21. August. Karten sind aber während der Ferien unter der bekannten Telefonnummer 0241 – 47 84 244, an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder rund um die Uhr über die Internetseite des Theater Aachen unter www.theateraachen.de erhältlich.

—| Pressemeldung Theater Aachen |—

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