Berlin, Deutsche Oper Berlin, Wiederaufnahme: Pelléas und Mélisande, 09.09.2015

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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)
Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Wiederaufnahme: Pelléas und Mélisande

Wiederaufnahme: 9. September 2015
Weitere Vorstellungen: 17., 19. Sept. 2015

In diesem Drame lyrique gibt es wohl keine Szene, in der nicht von Wasser gesprochen wird, und so wurde das Wasser zum bestimmenden Element der Inszenierung von Marco Arturo Marelli aus dem Jahre 2004. Er erzählt im Bild eines von Wasser überschwemmten Flucht-Raums auf sehr realistische Weise die Geschichte einer Familie, die des Hauses Allemonde, im Moment ihres Untergangs: Vier Generationen sind miteinander in Krankheit, Tod und Lethargie verknüpft. Von seiner Reise bringt Golaud eine Fremde in diese dunkle Welt, Mélisande, auf die sich nun aller Hoffnungen richten. Unversehens findet sie sich im Mittelpunkt eines Dreieckskonflikts zwischen den beiden Brüdern Golaud und Pelléas, den der alte König Arkel unfähig ist aufzulösen. Und so entlädt sich der Zwist in brutaler Gewalt gegen die schwangere Mélisande und kulminiert im Brudermord. Debussy beschreibt musikalisch mit der zentralen Metapher des Meeres und mit dessen verschiedenen elementaren Bewegungen die seelischen Zustände und Konflikte dieser Menschen. Die Musik beleuchtet das selbstzerstörerische Gewaltpotential und schafft dennoch ein ergreifendes und modernes Bild für die große poetische Liebe.

Musikalische Leitung Donald Runnicles Inszenierung Marco Arturo Marelli

Mit Stephen Bronk, Ronnita Miller, Thomas Blondelle, Josef Wagner, Jana Kurucová, Alexandra Hutton, Thomas Lehman Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin

—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

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