Bonn, Theater Bonn, Premiere RINALDO von Georg Friedrich Händel, 30.11.2014

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Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu
Theater Bonn © Thilo Beu

 RINALDO von Georg Friedrich Händel 

Libretto von Giacomo Rossi nach Aaron Hill,  In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, Eine Produktion der Oper Zürich

Premiere 30. November um 18:00 Uhr, weitere Vorstellungen: 04 Dez, 19:30 Uhr; 06 Dez, 19:30 Uhr; 12 Dez, 19:30 H; 21 Dez, 18:00 H; 27 Dez, 19:30 H; 04 Jan, 16:00 H; 18 Jan, 18:00 H; 30 Jan, 19:30 H

Im Herbst 1710 erhielt Händel durch den Kurfürsten von Hannover eine Ausnahmegenehmigung für eine Reise nach London; vielleicht auf Einladung des Botschafters von England, den Herzog von Manchester, den er in Venedig kennengelernt hatte, vielleicht durch Anregung von einem Mitarbeiter des Queen’s Theatre Haymarket, Johann Jakob Heidegger, angelockt, mit dem er seit 1709 in Kontakt stand. In jedem Falle manifestierte sich dort – und dazu noch mit überwältigendem Erfolg – im Transfer der venezianischen Oper AGRIPPINA auf die Möglichkeiten des Londoner Opernbetriebs Händels großes handwerkliches Geschick. Nur wenige Menschen in dieser Stadt wussten, wer Händel war, aber der Name verbreitete sich wie ein Lauffeuer, und schon nach nur ein paar Wochen seines Aufenthalts schrieb er bereits eine neue italienische Oper für das Queen’s Theatre, die dann am 24. Februar 1711 herauskam: RINALDO.

Grabplatte Georg Friedrich Händel in Westminster Abbey © IOCO
Grabplatte Georg Friedrich Händel in Westminster Abbey © IOCO

Diese Arbeit war ein wahrer Triumph, denn nach den Zeugnissen der Zeit war die Inszenierung tiefbeeindruckend: So ließ man kleine Singvögel durch den Saal flattern, zwei Rauch und Flammen speiende Drachen zogen den Wagen der Zauberin Armida, schließlich wurde noch ein echtes Feuerwerk gezündet – ebenso aber zündete die Musik, denn keine zwei Monate später brachte der Musikverleger John Walsh ein Album mit den mittlerweile bereits populärsten Musiknummern auf den Markt.

Librettist Giacomo Rossi: »Herr Händel, der Orpheus unserer Zeit, gab mir, während er die Noten schrieb, kaum Muße, die Worte zu Papier zu bringen und zu meiner größten Verwunderung sah ich eine ganze Oper durch dieses erstaunliche Genie in nur zwei Wochen in Musik gesetzt, und dies in größter Vollkommenheit.«

Premiere am 30. November um 18:00 Uhr, weitere Vorstellungen: 04 Dez, 19:30 H; 06 Dez, 19:30 Uhr; 12 Dez, 19:30 H; 21 Dez, 18:00 H; 27 Dez, 19:30 H; 04 Jan, 16:00 H; 18 Jan, 18:00 H; 30 Jan, 19:30 H

Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner [P] / Thomas Wise [4., 12., 27.12.]
Inszenierung: Jens-Daniel Herzog, Licht: Bernd Winterscheid
Kostüme und Bühnenbild: Christian Schmidt, Choreographie: Ramses Sigl
Regieassistenz: Mark Daniel Hirsch, Dance Captain: Olaf Reinecke
Musikalische Assistenz: Thomas Wise, Bühnenbildassistenz: Ansgar Baradoy
Kostümassistenz: Dieter Hauber
Musikalische Einstudierung: Christopher Arpin, Christopher Sprenger, Thomas Wise, Adam Szmidt, Inspizienz: Tilla Foljanty

Besetzung:
Kathrin Leidig – Goffredo, Generalkapitän des christlichen Heeres
Sumi Hwang – Almirena, seine Tochter, Rinaldos Verlobte
Susanne Blattert – Rinaldo, ein christlicher Ritter
Jakob Huppmann – Eustazio, Goffredos Bruder und Botschafter
Giorgos Kanaris – Argante, König von Jerusalem, Geliebter Armidas
Netta Or – Armida, Zauberin, Königin von Damaskus
Charlotte Quadt [P], Ji Young Mennekes [4., 6., 21., 27.12.] – Mago, ein christlicher Magier
Nina Unden – Eine als Dame sich ausgebendes Geisteswesen
Vardeni Davidian – Erste Sirene,  Brigitte Jung – Zweite Sirene
Josef Linnek – Herold, Statisterie des Theater Bonn, Beethoven Orchester Bonn

—| Pressemeldung Theater Bonn |—

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