Dresden, Sächsische Staatskapelle Dresden, Benefizkonzert des Bundespräsidenten in Dresden, 10.06.2012

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Sächsische Staatskapelle Dresden

Benefizkonzert des Bundespräsidenten in Dresden Kartenvorverkauf startet heute

Am 10. Juni 2012 lädt Bundespräsident Joachim Gauck zum Benefizkonzert des Bundespräsidenten mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann in die Semperoper ein. Der Benefizerlös kommt »Wellcome«, einem Projekt zur Unterstützung junger Familien, zu.
Auf dem Programm des Benefizkonzerts steht die achte Symphonie von Anton Bruckner. Mit dem Dirigat dieses Gipfelwerks der romantischen Symphonik eroberte Thielemann im September 2009 die Herzen der Staatskapelle wie auch des Dresdner Publikums. Nur kurze Zeit später wählten ihn die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle zu ihrem neuen Chefdirigenten.
Die Konzertreihe »Benefizkonzert des Bundespräsidenten« wurde 1988 von Bundespräsident Richard von Weizsäcker ins Leben gerufen. Seit 2006 findet sie reihum in den Bundesländern statt. Der Bundespräsident würdigt mit dieser Konzertreihe die reiche Orchesterlandschaft in unserem Land und macht deutlich, dass jede Region Deutschlands durch ihre Kultur und Geschichte einen ganz besonderen Charakter und eine ganz besondere Prägung besitzt.
Karten für das Benefizkonzert des Bundespräsidenten sind ab heute zum Preis von 13 Euro bis 90 Euro in der Schinkelwache am Theaterplatz erhältlich.
Im Anschluss an das Konzert laden Bundespräsident Joachim Gauck und der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, zu einem gemeinsamen Empfang in der Semperoper ein.
Benefizkonzert des Bundespräsidenten
10. Juni 2012, 11 Uhr
Semperoper Dresden

Christian Thielemann. Chefdirigent ab August 2012

Christian Thielemann wurde in Berlin in eine musikbegeisterte Familie hineingeboren. Seine berufliche Laufbahn begann er 1978 als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin. Nach Stationen in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover wurde er 1985 Erster Kapellmeister an der Düsseldorfer Rheinoper. 1988 trat er als jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands in Nürnberg an, bevor er 1997 für sieben Jahre in gleicher Position an die Deutsche Oper Berlin zurückkehrte. Von 2004 bis 2011 war Thielemann Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker. Im Sommer 2012 übernimmt er als Chefdirigent die Leitung der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Christian Thielemann hat ein breites Repertoire, das von Bach bis zu Henze und Gubaidulina reicht. Seine Interpretationen des deutsch-romantischen Opern- und Konzertrepertoires gelten weltweit als exemplarisch. Seit seinem Bayreuth-Debüt im Jahr 2000 (»Die Meistersinger von Nürnberg«) hat er die Festspiele alljährlich durch Maßstab setzende Dirigate geprägt. Bei den Salzburger Festspielen 2011 leitete Thielemann eine  Neuproduktion der »Frau ohne Schatten« von Richard Strauss.

Thielemanns Diskographie ist umfangreich und umfasst zahlreiche Aufnahmen symphonischer Werke und Opern bei der Deutschen Grammophon. Mit den Wiener Philharmonikern erarbeitete er sämtliche Beethoven-Symphonien, deren Mitschnitt im Herbst 2010 auf DVD und im Dezember

2011 auf CD veröffentlicht wurde. Mit der Staatskapelle Dresden sind bereits Bruckners achte Symphonie, Beethovens

»Missa solemnis«, die Mitschnitte der ZDF-Silvesterkonzerte 2010 und 2011, »Faust«-Kompositionen von Wagner und Liszt sowie Brahms’ erstes Klavierkonzert mit dem Pianisten Maurizio Pollini erschienen.

Ab 2013 übernimmt Christian Thielemann die Künstlerische Leitung der Osterfestspiele Salzburg, deren Orchester die Sächsische Staatskapelle Dresden sein wird.

Im Oktober 2011 wurde Christian Thielemann zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt. Im Umfeld des Liszt-Jubiläums wurde ihm im gleichen Monat außerdem die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar verliehen.

Sir Colin Davi. Ehrendirigent

Am 22. September 2008 feierte die Sächsische Staatskapelle Dresden ihr 460-jähriges Bestehen: 1548 durch Kurfürst Moritz von Sachsen gegründet, ist sie eines der ältesten und  traditionsreichsten Orchester der Welt. Bedeutende Kapellmeister und international geschätzte Instrumentalisten haben die Geschichte der einstigen Hofkapelle geprägt.

Zu ihren Leitern gehörten u.a. Heinrich Schütz, Johann Adolf Hasse, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, der das Orchester als seine »Wunderharfe« bezeichnete. Bedeutende Chefdirigenten der letzten 100 Jahre waren Ernst von Schuch, Fritz Reiner, Fritz Busch, Karl Böhm, Joseph Keilberth, Rudolf Kempe, Otmar Suitner, Kurt Sanderling, Herbert Blomstedt,

Giuseppe Sinopoli und Bernard Haitink. Von 2007 bis 2010 leitete Fabio Luisi als Generalmusikdirektor die Sächsische Staatsoper und Staatskapelle Dresden. Im Sommer 2012 übernimmt Christian Thielemann die Position des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle. Ehrendirigent des Orchesters ist seit 1990 Sir Colin Davis; Myung-Whun Chung trägt ab der Spielzeit 2012/2013 den Titel Erster Gastdirigent.

Richard Strauss war der Staatskapelle mehr als sechzig Jahre lang freundschaftlich verbunden. Neun seiner Opern, darunter »Salome«, »Elektra« und »Der Rosenkavalier«, wurden in Dresden uraufgeführt; seine »Alpensinfonie« widmete er der Staatskapelle. Auch unzählige andere berühmte Komponisten schrieben Werke, die von der Staatskapelle uraufgeführt

wurden bzw. ihr gewidmet sind. An diese Tradition knüpft das Orchester seit 2007 mit dem Titel des Capell-Compositeurs an, den seither die Komponisten Isabel Mundry, Bernhard Lang, Rebecca Saunders und Johannes Maria Staud innehatten. Die Capell-Compositrice der Saison 2011/2012 ist Lera Auerbach.

—| Pressemeldung Sächsische Staatskapelle Dresden |—

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