Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Otello von Giuseppe Verdi, 08.10.2016

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de
Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Otello von Giuseppe Verdi
Libretto Arrigo Boito nach Shakespeares The Tragedy of Othello, the Moor of Venice

Premiere: Samstag, 8. Oktober 2016, 19.30 Uhr – Opernhaus Düsseldorf, weitere Termine  Sa 08.10. – 19.30 Uhr (Premiere) / Do 13.10. – 19.30 Uhr / So 16.10. – 15.00 Uhr / Mi 19.10. – 19.30 Uhr / Sa 22.10. – 19.30 Uhr / Sa 29.10. – 19.30 Uhr / Di 01.11. – 18.30 Uhr / Fr 04.11. – 19.30 Uhr / Do 10.11. – 19.30 Uhr / So 13.11. – 15.00 Uhr

 

Deutsche Oper am Rhein / Otello © Hans Joerg Michel
Deutsche Oper am Rhein / Otello © Hans Joerg Michel

Shakespeares Othello und mehr noch Giuseppe Verdis (1813–1901) nach diesem Schauspiel geschriebene Oper sind ein Drama der Eifersucht. Otello, der General der Republik von Venedig, ist auf dem Höhepunkt seines Ruhms, als der Neid in Gestalt des Fähnrichs Jago sein vernichtendes Werk beginnt.

Dass Jago mit einer Beförderung gerechnet hatte, die dem Leutnant Cassio zuteil wird, spielt dabei nur eine nebensächliche Rolle. Jago beneidet Otello um alles, was er nicht besitzt: seine Macht, sein Charisma, seine Beliebtheit beim Volk und seine Liebe zu Desdemona. „Eines anderen Tagesschönheit macht mich hässlich“, heißt es bei Shakespeare, und Verdi und sein Textdichter Boito steigern diese Missgunst zu einem „Credo“, das alle Werte infrage stellt. Jagos infames Intrigenspiel spekuliert nicht auf Otellos Leidenschaftlichkeit.

Er hat den Denker, den Rationalisten, den Selbstbewussten im Visier und verabreicht ihm das schleichende Gift der Sinnestäuschung und des Zweifels. Otello verkennt die Schuldlosigkeit Cassios, er lässt sich dessen Beziehung zu Desdemona einreden und verliert sich in seiner Eifersucht, die ihm den Boden unter den Füßen entzieht und zum Mörder an der geliebten Gattin werden lässt. Je mehr er nachdenkt und beobachtet, um so mehr verliert er an Gewissheit. Was bleibt, sind Zweifel und Paranoia, die Sorge um die eigene Existenz, die Willensfreiheit und das souveräne Ich.

„Otello ist wie ein Mann, der um sich selbst kreist und unter der tödlichen Vorherrschaft eines Incubus denkt, handelt und stirbt“, schreibt Boito. Dieser Incubus ist ein Dämon in menschlicher Gestalt, der dafür sorgt, dass aus Otellos Zweifel und Verzweiflung eine Krankheit zum Tode wird. In keiner anderen Oper ist Verdi so tief in die Intimsphäre des Todes eingedrungen. Ihr hat Verdi ein Requiem in Form einer Oper gewidmet – ein Requiem für einen kranken Geist.

Mit der Neuinszenierung von Verdis Otello ist Michael Thalheimer erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. Thalheimer genießt den Ruf eines exzellenten Theaterregisseurs, der auch schwierigste Stoffe auf ihren Grundgehalt reduziert und dementsprechend veranschaulicht. Seit seinem Operndebüt mit Leoš Janáceks Katja
Kabanova 2005 an der Berliner Staatsoper begeistert sich der vielgefragte Regisseur auch für die Oper und hat bislang in Berlin, am Theater Basel, an der Hamburgischen Staatsoper, der Semperoper in Dresden und zuletzt in Antwerpen inszeniert.

Eine Koproduktion mit der Opera Vlaanderen, Musikalische Leitung: Axel Kober, Licht: Stefan Bolliger, Inszenierung: Michael Thalheimer Chorleitung: Gerhard Michalski
Bühne: Henrik Ahr Dramaturgie: Luc Joosten, Kostüme: Michaela Barth

Otello: Zoran Todorovich, Montano: David Jerusalem, Jago: Boris Statsenko Desdemona: Jacquelyn Wagner, Cassio: Ovidiu Purcel Emilia: Sarah Ferede, Roderigo: Florian Simson Chor der Deutschen Oper am Rhein, Lodovico: Bogdan Talos, Düsseldorfer Symphoniker


Am Freitag, 30. September, um 18.00 Uhr gibt die Opernwerkstatt im Opernhaus Düsseldorf Einblick in die Produktion. Nach einem Gespräch mit dem Regieteam sind die Besucher zur Bühnenorchesterprobe eingeladen – der Eintritt ist frei.

Otello im Opernhaus Düsseldorf,  Premiere: Samstag, 8. Oktober 2016, 19.30 Uhr, weitere Termine Do 13.10. – 19.30 Uhr / So 16.10. – 15.00 Uhr / Mi 19.10. – 19.30 Uhr / Sa 22.10. – 19.30 Uhr / Sa 29.10. – 19.30 Uhr / Di 01.11. – 18.30 Uhr / Fr 04.11. – 19.30 Uhr / Do 10.11. – 19.30 Uhr / So 13.11. – 15.00 Uhr

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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