Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere: LOHENGRIN, 24.05.2014

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO
Theater Duisburg © IOCO

 Lohengrin von Richard Wagner 

Premiere 24. Mai um 18.00 Uhr, weitere Vorstellungen: Sa 24.05. 18.00 Uhr | Do 29.05. 18.00 Uhr | So 01.06. 18.00 Uhr | Mo 09.06. 18.00 Uhr, So 15.06. 18.00 Uhr

Regisseurin Sabine Hartmannshenn bringt die Oper gemeinsam mit dem aus „Phaedra“ und „The Rake’s Progress“ bekannten Team Dieter Richter (Bühne) und Susana Mendoza (Kostüme) auf die Bühne. In ihrer Inszenierung geht sie der Frage nach, ob Wunder und Wundertäter nur märchenhafte Fiktionen sind oder auch im Hier und Heute eine Wirkung haben könnten.

Der amerikanische Tenor Corby Welch debütiert in der Titelpartie des Lohengrin. Sylvia Hamvasi ist erstmals als Elsa von Brabant zu erleben. Gegenspieler Friedrich von Telramund wird von Stefan Heidemann verkörpert. Mezzosopranistin Heike Wessels übernimmt als Gast die Partie von dessen Gattin Ortrud. Thorsten Grümbel und Dmitri Vargin stehen als Heinrich der Vogler und Heerrufer auf der Bühne.
Mit Johannes Preißinger, Paul Stefan Onaga, Dmitry Lavrov und Felix Rathgeber sind weitere Ensemble- und Opernstudiomiglieder als die vier brabantischen Edlen in der Premierenbesetzung.
Die Duisburger Philharmoniker spielen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober.

Eine in Bedrängnis geratene Thronerbin, eine verleumderische Gegenspielerin, ihr willfähriger Gemahl und ein König aus alter deutscher Zeit – das sind die Beteiligten an einem Konflikt, der nicht nach Lösung, sondern nach Erlösung verlangt. Diese soll der Schwanenritter Lohengrin bewirken, ausgesandt vom heiligen Gral, um der des Brudermordes angeklagten Elsa von Brabant in einem Gottesgericht beizustehen. Die Bedingung dafür ist Vertrauen. „Nie sollst du mich befragen“, fordert Lohengrin von seiner Schutzbefohlenen, für die er nicht nur Telramund, den Gatten der intriganten Ortrud, im Zweikampf besiegt, sondern an deren Seite er sich als Schützer von ganz Brabant engagieren will.

Das klingt nach Deutscher Romantik und war doch auch politische Dichtung des Deutschen Vormärz, jener Zeit, zu der Richard Wagner (1813-1883) 1845 mit seinem „Lohengrin“ begann. Wie soll man einen Namenlosen lieben, wie als Namenloser das Vertrauen eines ganzen Volkes gewinnen? Lohengrins Auftrag, Recht und Gerechtigkeit gegen dumpfen Nationalismus durchzusetzen, scheitert wie die 1848er-Revolution, die Wagner zur Flucht aus seiner Heimat zwang. Es scheitert auch Lohengrins Liebe zu Elsa, die dem Druck einer Welterrettung nicht standhalten kann.

Nach Henzes Phaedra und Strawinskys The Rake’s Progress nehmen sich Sabine Hartmannshenn und ihr Team der neuen Aufgabe an, allem Frageverbot zum Trotz den Wagnerschen „Lohengrin“-Mythos in seinen tieferen Sinnschichten auszuloten und dessen Tragfähigkeit bis in unsere Gegenwart zu prüfen.

Musikalische Leitung: Axel Kober Licht: Volker Weinhart Inszenierung: Sabine Hartmannshenn Chorleitung: Gerhard Michalski Bühne: Dieter Richter Dramaturgie: Hella Bartnig Kostüme: Susana Mendoza

BESETZUNG:
Heinrich der Vogler: Thorsten Grümbel
Friedrich von Telramund: Stefan Heidemann
Lohengrin: Corby Welch
Ortrud: Heike Wessels
Elsa von Brabant: Sylvia Hamvasi
Der Heerrufer: Dmitri Vargin
Vier brabantische Edle: Johannes Preißinger, Paul Stefan Onaga, Dmitry Lavrov, Felix Rathgeber
Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein
Duisburger Philharmoniker

„Lohengrin“ im Theater Duisburg:
Sa 24.05. 18.00 Uhr | Do 29.05. 18.00 Uhr | So 01.06. 18.00 Uhr | Mo 09.06. 18.00 Uhr
So 15.06. 18.00 Uhr

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

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