Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere ERNANI von Giuseppe Verdi, 20.01.2017

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / Alfred Kim © Barbara Aumüller
Oper Frankfurt / Alfred Kim © Barbara Aumüller

 ERNANI von Giuseppe Verdi

ZWEI KONZERTANTE VORSTELLUNGEN

Premiere   20. Januar 2017, Sonntag, 22. Januar 2017, jeweils um 19.00 Uhr

  Text von Francesco Maria Piave nach dem Drama Hernani ou L’Honneur castillan (1830) von Victor Hugo, In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Oper Frankfurt / Simone Young © Berthold Fabricius
Oper Frankfurt / Simone Young © Berthold Fabricius

Die fünfte Oper von Giuseppe Verdi (1813-1901) markiert einen Neuanfang in seiner künstlerischen Entwicklung: Ernani wird am 9. März 1844 erstmals im Teatro La Fenice in Venedig aufgeführt. Damit beginnt Verdis Zusammenarbeit mit dem Librettisten Francesco Maria Piave, dessen Text auf Victor Hugos Drama Hernani (1830) basiert. Lange war sie in Italien eine der beliebtesten Opern Verdis; berühmt ist die Auftrittsarie Elviras „Ernani! Ernani, involami“. Ernani wurde früh international aufgeführt, darunter 1845 in London, Brüssel und Berlin. 1846 folgen Inszenierungen in Paris und Budapest, ein Jahr darauf in New York. Nun erklingt das Werk erstmals in Frankfurt.

Ernani, ein verstoßener junger Adeliger und Anführer einer Räuberbande in den Bergen von Aragón, rebelliert gegen König Carlos. Seine Geliebte Elvira soll den greisen Don Ruy Gomez de Silva heiraten, aber auch der König selbst wirbt um ihre Liebe. Ernani sinnt auf Rache – das Hauptmotiv dieser Oper, die in einem tragischen Finale endet: Carlos, inzwischen zum Kaiser gekrönt, rehabilitiert Ernani und gewährt ihm Elviras Hand; doch als das Paar in Saragossa Hochzeit feiert, erscheint der gedemütigte Silva. Sein Rachedurst vernichtet das Glück der frisch Vermählten. Triumphierend zwingt er Ernani aufgrund eines einst geleisteten Schwurs zum Selbstmord.

Die australische Dirigentin Simone Young (Musikalische Leitung) wirkte bis 2015 als Intendantin und Generalmusikdirektorin an der Hamburgischen Staatsoper. Aktuelle Engagements führen sie an die Staatsopern von Berlin, München und Wien sowie an das Théâtre des Champs-Elysées in Paris. Alfred Kim gehörte bis 2013 dem Ensemble der Oper Frankfurt an. Die Partie des Ernani singt er später auch am Théâtre du Capitole in Toulouse. Radames in Verdis Aida verkörpert er an der Deutschen Oper Berlin sowie in Brüssel und Santiago de Chile. Calaf in Puccinis Turandot ist am ROH Covent Garden in London geplant. Quinn Kelsey (Don Carlos) ist dem Frankfurter Publikum als Montfort in Verdis Die sizilianische Vesper (2012/13) sowie als Enrico in Donizettis Lucia di Lammermoor und durch einen Liederabend (2015/16) bekannt. Die Titelpartie in Verdis Rigoletto führt den hawaiianischen Bariton im Frühjahr 2017 zurück nach Frankfurt und danach an die San Francisco Opera. Die südafrikanische Sopranistin Elza van den Heever (Elvira) gehörte bis 2014 dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wohin sie regelmäßig als Gast zurückkehrt. Zu ihren Plänen zählt u.a. die Partie der Elettra in Mozarts Idomeneo an der New Yorker Metropolitan Opera. Aus dem Ensemble stammen u.a. Kihwan Sim (Silva) und Maria Pantiukhova (Giovanna), die hier kürzlich das Publikum von Bizets Carmen als Escamillo bzw. in der Titelpartie begeisterten.

Musikalische Leitung: Simone Young, Chor: Tilman Michael, Ernani, ein Bandit: Alfred Kim
Don Carlos, König von Spanien: Quinn Kelsey, Don Ruy Gomez de Silva: Kihwan Sim
Elvira, seine Nichte und Verlobte: Elza van den Heever, Giovanna, ihre Vertraute: Maria Pantiukhova, Don Riccardo, Waffenträger des Königs: Ingyu Hwang, Jago, Waffenträger des Don Ruy: Thomas Faulkner, Chor Oper Frankfurt. Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Ernani Vorstellungen:   20. Januar 2017 und 22. Januar 2017, jeweils um 19.00 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

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