Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, SCHWANENSEE von Peter Tschaikowski, 23.12.2015

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

 SCHWANENSEEBALLETT VON BRIDGET BREINER

INSPIRIERT VON M. PETIPA UND L.IWANOW, MUSIK VON
PETER I. TSCHAIKOWSKI

WIEDERAUFNAHME ab 23. DEZ. 2015, 19.30 UHR, weitere Termine: 25.12.2015, 31.12.2015 mit anschließender Silvesterfeier im Foyer des MIR,    17.01.2016; 11.03.2016, 26.03.2016, 06.05.2016, 07.05.2016

MiR_Schwanensee © Sebastien Galtier
MiR_Schwanensee © Sebastien Galtier

Peter I. Tschaikowskis  Schwanensee ist der Stoff, aus dem Ballett-Träume gewoben sind. Das 1877 uraufgeführte Werk gilt als der Inbegriff klassischer Ballettkultur. Zahlreiche berühmte Choreografen haben es mit ihrer unverwechselbaren Handschrift geprägt und dabei nicht selten bewusst mit jenen mächtigen Ballettklischees gebrochen, die seit Marius Petipas‘ stilprägender Choreografie von 1895 in der Seherwartung des Publikums mindestens ebenso unverrückbar festgeschrieben scheinen wie Tschaikowskis Musik. Die speziell auf das Ballett im Revier zugeschnittene Choreografie von Ballettdirektorin Bridget Breiner geht in dieser Spielzeit in ihre dritte Saison und hat das Zeug zum Klassiker: Vom Korsett des Handlungsballetts befreit, zeigt die Choreografin die Geschichte der Schwanenprinzessin Odette und ihres Prinzen als psychologisches Kammerspiel zwischen Wesen, die aus unterschiedlichen Welten kommen und gefangen sind in den Zwängen und Fesseln der Liebe und des hilflosen Begehrens.

Dem Königshof des Prinzen und seiner Mutter steht die Naturwelt des Schwans gegenüber. Keiner kann ein wirklicher Teil der Welt des anderen werden, ohne seinen eigenen Kosmos auf immer zu verlassen. Odette geht diesen Schritt und wird enttäuscht. Doch in ihre eigene Welt zurück kann sie nicht mehr. Die Musik Tschaikowskis wirkt wie ein Klangteppich, auf dem die Figuren zwischen höchster Freude und abgrundtiefem Schmerz zu schweben scheinen. Drei zusätzlich eingefügte Romanzen des Komponisten lassen die Zeit zum Raum werden für das Naturwesen Odette, um vor Glück zu jubeln oder die ganze Wucht des Verrates zu spüren – ein zeitloses Tanzdrama, das nun erneut am Musiktheater im Revier   zu erleben ist.

CHOREOGRAFIE BRIDGET BREINER
MUSIKALISCHE LEITUNG VALTTERI RAUHALAMMI
AUSSTATTUNG JEAN-MARC PUISSANT
SZENISCHE MITARBEIT SEBASTIAN SCHWAB
LICHT PATRICK FUCHS
DRAMATURGIE JULIANE SCHUNKE

—| Pressemeldung Musiktheater im Revier |—

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