Greifswald, Theater Vorpommern, Ballet: ANNA KARENINA von Ralf Dörnen, 27.02.2016

Theater Vorpommern

Greifswald / Theater Greifswald © Vinzent Leifer
Greifswald / Theater Greifswald © Vinzent Leifer

 ANNA KARENINABallett von Ralf Dörnen

frei nach Lew Tolstoi, Musik von Mieczysaw Weinberg

Wiederaufnahme 27.02.2016 19:30 Uhr,  Greifswald, weitere Vorstellungen:, 05.03.2016 19:30 Uhr Großes Haus, Greifswald, 25.03.2016 19:30 Uhr Großes Haus, Stralsund, 29.04.2016 19:30 Uhr Großes Haus, Greifswald, 27.05.2016 19:30 Uhr Großes Haus, Stralsund

Lew Tolstoi: Anna Karenina:  Eine Reihe von Jungmädchen- und Kindheitserinnerungen wurden in ihrer Seele geweckt und die Finsternis, die ihr alles verdeckt hatte, riss plötzlich auf, und das Leben stand für einen Augenblick in all seinen lichten, vergangenen Freuden vor ihr.

Waggon für Waggon ziehen die Erinnerungen an ihr vorüber, wie verloren geglaubte Momentaufnahmen des Lebens. Ein letzter Atemzug, ein letztes Aufbegehren. Bis Vergangenheit und Gegenwart unter den schweren, erbarmungslos über sie hinweg tobenden Rädern für immer begraben werden. Anna Kareninas verzweifelter Selbstmord auf einem Moskauer Bahnhof ist eines der großen Bilder der Literaturgeschichte, denn es spiegelt auf faszinierende Weise den Verlauf ihres Schicksals, das ebendort seinen Anfang nahm: Auf dem gleichen Bahnsteig ist die attraktive, unglücklich verheiratete Anna einige Jahre zuvor dem jungen Grafen Wronski begegnet und hat in ihm alles gefunden, was ihrer Ehe fehlte. Dort erwachte in ihr die unstillbare Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung, für die sie bereit war, alle Konventionen zu brechen und den Ausschluss aus der Gesellschaft zu riskieren. Dennoch geht sie letztlich nicht am äußeren Druck zu Grunde, sondern am inneren Konflikt mit sich selbst.

Während das Leben Annas zunehmend entgleist, tastet sich ihre Verwandte, die 18-jährige Kitty, zaghaft an die Liebe heran und erfährt in ihrer sehr viel ruhigeren Zweisamkeit mit dem Gutsbesitzer Lewin schließlich vollkommene Erfüllung – eine gegenläufige Parallelhandlung, die dem feinsinnig gezeichneten Drama der Anna Karenina erst seine eigentliche Tiefe verleiht.

Um die vielschichtigen Erzählstränge und Charaktere in einem Abend ohne Worte greifbar zu machen, vollzieht das BallettVorpommern Tolstois Meisterwerk nicht als lineare Geschichte, sondern als Rückblende in einander verwobener Handlungsfragmente nach.

Choreographie und Inszenierung Ralf Dörnen
Musikalische Leitung Henning Ehlert
Bühne und Kostüme Klaus Hellenstein a. G.
Licht Thomas Haack
Dramaturgie Marie Henrion
Choreographische Assistenz William Parton
Korrepetitor Peter Hammer
Inspizienz Susan Kaltenbacher

BESETZUNG:
Anna Karenina: Margaret Howard
Alexej Karenin: Stefano Fossat
Alexej Wronski: Nathan Cornwell
“Kitty” Schtscherbazkaja: Laura Cristea
Konstantin Lewin: Armen Khachatryan
“Dolly” Oblonskaja: Zoe Ashe-Browne
Ensemble: Christopher Seán Furlong, Dominic Harrison, Alicia Santamaría Jiménez, Ayako Nomura, Miguel Rodriguez, Marina Schmied, Leander Veizi

—| Pressemeldung Theater Vorpommern |—

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