Hamburg, Staatsoper Hamburg, Kent Nagano als Nachfolger von Simone Young? IOCO Aktuell, 11.09.2012

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Staatsoper Hamburg

Hamburgische Staatsoper © Andreas Praefcke
Hamburgische Staatsoper © Andreas Praefcke

Kent Nagano neuer Generalmusikdirektor ?

Der Wechsel von Kent Nagano  als Generalmusikdirektor steht laut NDR Kultur („aus gut unterrichteten Kreisen“) fest. Simone Young wird ihre Ämter 2015 dort aufgeben.   Ebenfalls unbestätigten Meldungen zufolge gilt der mit problematisch modernen Inszenierungen aufgefallene Schweizer George Delnon, seit 2006 Direktor des Theater Basel,  als Favorit für die Position des Intendanten der Hamburgischen Staatsoper.

Kent Nagano, 60 und US-Amerikaner japanischer Herkunft, ist seit 2006 Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper  in München. Naganos Münchner Vertrag endet 2013. Von 2000 bis 2006 war Nagano künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters in Berlin.

Kent Nagano geht, wie bei Simone Young, der Ruf eines hervorragenden aber auch sehr spezialisierten Dirigenten voraus, welcher große Stärken im Konzertbetrieb aber auch große Probleme im Alltagsgeschäft eines Musiktheaters habe. Die Beziehungen zwischen dem Intendanten der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler, und Kent Nagano gelten seit Jahren als zerrüttet.  So sieht  denn auch die Zeitschrift Die Welt Nagano  als „den falschen für den Opernbetrieb in Hamburg“. Die Süddeutsche Zeitung hatte in der Vergangenheit  die Verhältnisse am Münchner Nationaltheater wie folgt beschrieben: „Während Nagano für eine glamourfreie und streng auf Inhalte gerichtete Seriosität stehe”, trete der extrovertierte Intendant der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler auf “wie ein Magier, der rätselhafte Ingredienzien zusammenschüttet, immer in der Erwartung einer großen und beeindruckenden Show”. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bemängelte hingegen bei Nagano “die Schmalheit seines Repertoires”, bei Mozart, Verdi, Strauss, Wagner habe er Defizite.

Die Bestellung von Kent Nagano wurde von den Hamburgischen Kulturbehörden noch nicht bestätigt.

—| IOCO Aktuell Staatsoper Hamburg |—

 

 

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