Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Premiere Doktor Faust – Busoni, 15.04.2017

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / DOKTOR FAUST - Faust-A. Pöhl_-Mephistopheles-H.-J. Schöpflin © J.Quast
Theater für Niedersachsen / DOKTOR FAUST – Faust-A. Pöhl_-Mephistopheles-H.-J. Schöpflin © J.Quast

  Doktor Faust von Ferruccio Busoni

Karsamstag, 15. April 2017, um 19 Uhr: Mit dieser Oper verabschiedet sich Generalmusikdirektor und Operndirektor Werner Seitzer nach 33 Jahren vom TfN Hildeheim und empfindet die Aufführung der Busoni-Oper als einen geeigneten Schlussstein seines Wirkens in Hildesheim.

 „… ich, Faust, ein ewiger Wille!“

Mit der Produktion Doktor Faust verabschiedet sich der Operndirektor und Generalmusikdirektor des Theater für Niedersachsen in Hildesheim, Werner Seitzer, nach über 30 Jahren in den Ruhestand. Zudem zählt die Oper von Ferruccio Busoni, die am Karsamstag, 15. April 2017, um 19 Uhr Premiere feiert, als Beitrag des TfN zum Reformationsjubiläum.

Theater für Niedersachsen / DOKTOR FAUST - Faust-A. Pöhl_-Mephistopheles-H.-J. Schöpflin © J.Quast
Theater für Niedersachsen / DOKTOR FAUST – Faust-A. Pöhl_-Mephistopheles-H.-J. Schöpflin © J.Quast

Der deutsche Gelehrte Faust zählt zusammen mit dem spanischen Don Juan zu den zentralen Gestalten der abendländischen Kultur, welche die schöpferischen Geister immer wieder zur Auseinandersetzung reizten. Für sein musiktheatralisches Hauptwerk schwankte der Deutsch-Italiener Ferruccio Busoni lange zwischen beiden Stoffen hin und her, bevor er sich für den Faust des frühneuzeitlich Puppenspiels entschied. Der 1925 in Dresden uraufgeführte „Doktor Faust“ spielt zur Zeit der noch jungen Reformation überwiegend da, wo alles begann und wo auch unter Fausts Studenten heftig über Martin Luther diskutiert wird: zu Wittenberg. In einzelnen, episodischen Bildern erzählt das Werk, wie Doktor Faust mit Hilfe eines magischen Buches fünf Geister beschwört; dem sechsten verschreibt er im sprichwörtlichen Teufelspakt seine Seele. Mephistopheles tötet dafür Fausts Verfolger und beschützt ihn im Kampf gegen den Bruder eines von ihm verführten Mädchens. Am Hof von Parma hilft er ihm, die junge Herzogin zu verzaubern und sie ihrem Gatten vor der Hochzeitsnacht zu entführen. Zurück in Wittenberg erlebt der in einer Kneipe mit katholischen und lutherischen Studenten diskutierende Faust, wie Mephisto, als Kurier auftretend, sein Parma-Abenteuer in Bänkelmanier vorträgt und ihm ein totes Kind als letzten Gruß der Herzogin vor die Füße wirft. Neben dem Kinde auf verschneiter Straße liegend findet der Gescheiterte den Tod, noch in seinen letzten Worten das Fortwirken seines Strebens beschwörend: „… ich, Faust, ein ewiger Wille!“

Busonis letztes Bühnenwerk blieb ein Fragment, an dem er knapp zehn Jahre arbeitete, denn der Komponist starb noch vor Beendigung der Oper im Jahr 1924. Nach Skizzen Busonis vervollständigte sein Schüler Philipp Jarnach die Komposition. Das Premierendatum für Doktor Faust am TfN ist signifikant gewählt: Die mit den österlichen „Pax“- und „Et resurrexit“-Rufen des Chores beginnende Oper feiert am Karsamstag, 15. April 2017, Premiere und versteht sich zugleich als Beitrag des TfN zum Reformationsjubiläum 2017. Generalmusikdirektor Werner Seitzer verabschiedet sich mit dieser Produktion als Leiter des Musiktheaters in den Ruhestand. Seitzer empfindet die Aufführung der Busoni-Oper als einen geeigneten Schlussstein seines Wirkens in Hildesheim. „Es war mir immer ein Anliegen, Bildung und Unterhaltung nicht als trennende, sondern als sich gegenseitig belebende und ergänzende Elemente des Theaters erfahrbar zu machen.“

Für die Inszenierung zeichnet Uwe Schwarz – der in Hildesheim u. a.  bei „Sweeney Todd“ Regie führte – verantwortlich. Die beiden zentralen Partien der Faust-Saga übernehmen diesmal Gäste. So sind Albrecht Pöhl als Doktor Faust und  Hans-Jürgen Schöpflin als Mephistopheles zu sehen. Neben dem Orchester des TfN erlebt das Publikum zudem natürlich Solisten des Musiktheaterensembles, den Opern- und Extrachor des TfN sowie zahlreiche Statisten auf der Großen Bühne des Stadttheaters Hildesheim.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

 

 

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