Hof, Theater Hof, Der Barbier von Sevilla Gioacchino Rossini, 09.06.2012

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Theater Hof

Der Barbier von Sevilla

Komische Oper von Gioacchino Rossini

Premiere am 09.06.2012

Der Franzose Beaumarchais ist der Schöpfer des wohl berühmtesten Friseurs der Welt: Figaro. Die beiden Stücke, die er über ihn schrieb, begründeten seinen Weltruhm als Komödiendichter: Der Barbier von Sevilla oder Die unnütze Vorsicht sowie Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro. Ein ausgebuffter Kerl für alle Fälle, der auch seinen eigenen Vorteil nie aus den Augen verliert – das ist Beaumarchais’ Figaro. Die uralte Dienerfigur der Commedia dell’arte erscheint hier als cleverer Unternehmer, Fädenspinner und Pläneschmied. Weder die Wechselfälle des Schicksals noch sein niederer sozialer Rang können ihn ein-schüchtern.
Beide Figaro-Stücke Beaumarchais’ wurden zu Klassikern des Opernrepertoires: Wolfgang Amadeus Mozart widmete sich der Hochzeit des Figaro, während Gioacchino Rossini sich etwa 30 Jahre später der Vorgeschichte zuwandte: Sein Barbier von Sevilla wurde 1816 in Rom uraufgeführt. Die berühmt gewordene, zungenbrecherische Bravour-Arie Figaros zeigt an, worum es im Barbier von Sevilla geht: “Figaro hier, Figaro da, Figaro oben, Figaro unten…” – Figaro einfach überall. Mit ihm, der vor Ideen sprüht, geht es drunter und drüber, und immer ist etwas los. Graf Almaviva kann froh sein, dass er solch einen smarten Barbier zu seinen alten Bekannten zählt. Denn um an die mit einem reichen Erbe ausgestattete Rosina heranzukommen, sind unkonventionelle Ideen gefragt. Rosina hat nämlich einen Vormund, bei dem sie lebt und der das Ziel hat, sein Mündel selbst zu ehelichen: Doktor Bartolo. Mit vereinten Kräften gelingt es Figaro und Almaviva immer wieder, den misstrauischen Bartolo zu überlisten und sich Rosina zu nähern. Ob als betrunkener Soldat oder als Musiklehrer: Mit Figaros Hilfe heckt Almaviva ein ums andere Mal eine neue Strategie aus, um in Bartolos Haus zu gelangen. Nach allerlei Verwicklung und Maskerade kommt es zu einem versöhnlichen Ausgang: Almaviva bekommt Rosina, und Bartolo darf zumindest Rosinas Vermögen behalten, auf das der Graf gönnerhaft verzichtet.
Der Barbier von Sevilla ist Rossinis bekannteste Oper und ein Meister-werk der Opera buffa. Die Musik ist voll sprühender Melodik und mitreißender Rhythmik. Den geistreichen Witz der literarischen Vorlage wusste Rossini meisterhaft in Töne umzusetzen.

—| Pressemeldung Theater Hof |—

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