Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere THE BLACK RIDER – THE CASTING OF THE MAGIC BULLETS, 17.6.2011

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger
Staatstheater Kassel © N. Klinger

THE BLACK RIDER – THE CASTING OF THE MAGIC BULLETS

Musical von Tom Waits, William S. Burroughs und Robert Wilson

Inszenierung: Patrick Schlösser, Musikalische Leitung Wolfgang Siuda, Choreografie Michael Langeneckert, Bühne Daniel Roskamp, Kostüme Ulrike Obermüller, Dramaturgie: Michael Volk

Mit den Schauspielern: Eva-Maria Keller (Anne), Christina Weiser (Käthchen); Peter Elter (Wilhelm), Matthias Fuchs (Herzog), Bernd Hölscher, Enrique Keil, Sebastian Klein, Aljoscha Langel, Thomas Meczele, Frank Richartz und der Tänzer Michele Meloni (alle Stelzfuß), Daniel Scholz (Robert), Uwe Steinbruch (Bertram), Franz Josef Strohmeier (Wilhelms Onkel, Wilderer, Burroughs, Messenger); dem Tanzensemble: Chelsea Ainsworth / Eva Mohn, Brea Cali, Lillian Stillwell (Drei Huren), Annamari Keskinen, Elisabetta Lauro (Zwei Irre), Giacomo Corvaia (Feuerspucker, Kuno) César Augusto Cuenca Torres (Ringer), Viktor Usov (Schlangenmensch) und den Musikern: Donato Deliano, Detlef Landeck, Rolf Rasch, Thorsten Drücker, Sebastian Wolf

Premiere: Freitag, 17. Juni, 21 Uhr, Karlsaue, Nähe Gärtnerplatzbrücke

Weitere Vorstellungen: 18., 19., 21, 22., 24., 25., 26., 28., 29. Juni und am 1., 2. und 3. Juli 2011

Wilhelm ist verliebt. Käthchen heißt die Auserwählte und ist die Tochter des Försters. Doch Wilhelm ist nicht gut genug. Denn mit der Flinte kann er nicht umgehen. Er bringt keine Beute nach Hause, kein Schuss gelingt, kein Tier ist im Beutel. Die Leute lachen über ihn, vor allem Robert, ein junger Bursche, der auch ein Auge auf Käthchen geworfen hat. Und natürlich möchte auch Käthchens Vater einen Schwiegersohn, der eine Familie ernähren kann. In dieser ausweglosen Lage begegnet Wilhelm einem hilfreichen Geist im Dunkel des Waldes: Pegleg, dem Hinkefuß. Der verspricht ihm, seine Probleme zu lösen … Die Sage vom Freischütz ist die Grundlage zu Carl Maria von Webers Oper “Der Freischütz” von 1821 und der Fundus für William S. Burroughs, Tom Waits` und Robert Wilsons Musical “The Black Rider”, das sie 1990 für das Thalia Theater Hamburg erfanden. Doch in der Volkssage ist klar: die plötzliche Potenz als Schütze, die Wilhelm schmückt, ist durch einen Teufelspakt zustande gekommen. Und moralisch, wie Volkssagen sind, muss es tödlich enden. Ein Opfer zur Sühne ist nötig – und zwar ein weibliches.

Der amerikanische Blick auf den deutschen Sagenstoff ist anarchisch, frivol und unpsychologisch. Tom Waits‘ Musik, eine Mixtur aus rockigem Blues und Zirkusmusik, treibt die Handlung an – und während das archaische Spektakel von den Zauberkugeln auf den Brettern vor der halbkreisförmigen Zuschauertribühne stattfindet, kann man im Schein der Fackeln die Kasseler Karlsaue als märchenhaften Wald des Pegleg erleben.

Wir danken der K+S Gruppe für die großzügige Unterstützung, ohne die das Musical “The Black Rider” in der Karlsaue nicht hätte stattfinden können.

BITTE BEACHTEN SIE Vorstellungen können wetterbedingt ausfallen!

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Leave a comment