Klagenfurt, Stadttheater Klagenfurt, Premiere Tosca, 03.05.2012

klagenfurt.gif

Stadttheater Klagenfurt

Premiere TOSCA  von Giacomo Puccini

Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa

Stadttheater Klagenfurt / Tosca - Ensemble © Stadttheater Klagenfurt
Stadttheater Klagenfurt / Tosca – Ensemble © Stadttheater Klagenfurt

Premiere 3. Mai 2012, 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Peter Marschik, Regie | Bühne | Licht | Kostüme Stefano Poda
Choreinstudierung Günter Wallner, Dramaturgie Heiko Cullmann

Viktoriia Chenska, Larissa Gabshiy, Annemarie Kremer | Martin Achrainer, Stefan Cerny, Andreas Früh, Francesco Landolfi, Zoltán Nagy, Gaston Rivero, Krassimir Tassev
Chor, Extrachor und Kinderchor des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Weitere Vorstellungen 5., 8., 10., 13., 16., 18., 20., 23., 25., 29., 31. Mai

Stadttheater Klagenfurt / Tosca - Ensemble © Stadttheater Klagenfurt
Stadttheater Klagenfurt / Tosca – Ensemble © Stadttheater Klagenfurt

Rom im Juni 1800: Die Ewige Stadt steht nach dem Sturz der Republik unter der Gewaltherrschaft des Präfekten Scarpia. Der Maler Mario Cavaradossi gewährt dem früheren republikanischen Konsul Angelotti Unterschlupf und gerät so in die Netze des Polizeiapparates. Scarpia lässt den Künstler foltern, um das Versteck des Staatsfeindes
zu erfahren. Cavaradossis Geliebte, die Sängerin Floria Tosca, versucht, sein Leben zu retten, indem sie dem Präfekten sexuell gefügig zu sein verspricht. Scarpia ordnet daraufhin eine Scheinhinrichtung des Malers an, wird aber, als er seinen Lohn einfordert, von der Sängerin erstochen…
1889 besuchte Giacomo Puccini in Mailand eine Aufführung von La Tosca, einem neuen Sensationsdrama von Victorien Sardou. Er war von den Vorgängen auf der Bühne so gepackt, dass er beschloss, den Stoff zu vertonen. Bei der Uraufführung am 14. Januar 1900 im Teatro Costanzi in Rom verstörte Puccinis höchst dramatische Musik aufgrund ihrer Neuartigkeit die Kritiker, das Publikum dagegen war begeistert. Mit Tosca schuf
Puccini nicht nur ein äußerst effektvolles Bühnenwerk, sondern auch eine der letzten großen italienischen Gesangsopern.

Regie und Ausstattung übernimmt der international erfolgreiche italienische Regisseur Stefano Poda. Den Maler Cavaradossi wird der in Klagenfurt bereits in Aida gefeierte Tenor Gaston Rivero singen, die Rolle seines Gegenspielers Scarpia übernimmt Francesco Landolfi. Für die bei einem Bühnenunfall verletzte Annemarie Kremer wird die junge ukrainische Sopranistin Viktoriia Chenska bis auf weiteres die Partie der Tosca
übernehmen.

Besetzung
Musikalische Leitung Peter Marschik
Regie, Bühne, Licht, Kostüme Stefano Poda
Choreinstudierung Günter Wallner
Dramaturgie Heiko Cullmann

Floria Tosca, berühmte Sängerin Viktoriia Chenska, Annemarie Kremer
Mario Cavaradossi, Maler Gaston Rivero
Baron Scarpia, Chef der Polizei Francesco Landolfi
Cesare Angelotti Zoltán Nagy
Der Mesner Martin Achrainer/Stefan Cerny
Spoletta, Agent der Polizei Andreas Früh
Sciarrone, Gendarm, Ein Schließer Krassimir Tassev
Hirtenknabe Larissa Gabshiy
Chor, Extrachor und Kinderchor des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester

Biografien
Peter Marschik (Musikalische Leitung)
geb. in Hannover; Mitglied der Wiener Sängerknaben; Studium an der Musikhochschule in Wien (Klavier, Gesang, Komposition und Dirigieren); 1991-1996 Künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben; zahlreiche Radio-, TV- und CD-Aufnahmen sowie Tourneen durch Europa, Nord- und Südamerika, Japan und Australien; Gastdirigent u.a. der Wiener Hofmusikkapelle, des Wiener Staatsopernorchesters und der Stuttgarter Philharmoniker; Zusammenarbeit mit dem Chor der Wiener Staatsoper und dem Chor der Accademia di Santa Cecilia in Rom; Pianist des Beethoven Trios; Erster Kapellmeister an der Oper Kiel und am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin; seit der Spielzeit 2007/2008 Chefdirigent am Stadttheater Klagenfurt.

Stefano Poda (Regie/Bühne/Licht/Kostüme)
Um die ästhetische Einheit seiner Arbeiten für das Musiktheater zu gewährleisten, zeichnet Stefano Poda stets für Inszenierung, Bühne, Kostüme, Licht und auch Choreographie verantwortlich. Stefano Poda hat mehr als siebzig Produktionen in Belgien, Bulgarien, Italien, Portugal, Spanien, aber auch in Argentinien, Brasilien, Uruguay, in Mittelamerika und in den USA erarbeitet. Hervorzuheben sind neben Werken von Donizetti (Anna Bolena), Mozart (Le nozze di Figaro, Così fan tutte, Die Zauberflöte), Puccini (Madama Butterfly), Verdi (Nabucco, La traviata, Aida) auch Orfeo ed Euridice, Samson et Dalila, Faust, Carmen und Mefistofele. In den letzten Jahren arbeitete er u.a. in Ancona (Hindemiths Hin und zurück und Ravels L’Heure espagnole), an der Palm Beach Opera Don Giovanni, am Teatro Verdi in Padua (Rigoletto, Lucia di Lammermoor), am Teatro Colón in Buenos Aires (Trittico) sowie am Teatro Carignano in Turin, wo er Alessandro Solbiatis Leggenda zur Uraufführung brachte. Sein nächstes Projekt führt ihn nach Athen (Il trovatore). Einige seiner Arbeiten wurden auch auf DVD veröffentlicht: Thais aus dem Teatro Regio in Turin, Falstaff (Opéra Royal de Liège, mit Ruggero Raimondi in der Titelpartie), Tomaso Albinonis Il concilio dei pianeti (unter der musikalischen Leitung von Claudio Scimone) und La forza del destino aus dem Teatro Regio in Parma. Am 30. März 2012 feierte Maria Stuarda in seiner Regie an der Oper Graz Premiere. www.stefanopoda.com

Viktoriia Chenska (Floria Tosca)
Die Sopranistin Viktoriia Chenska absolvierte die Tchaikovsky National Academy of Music in Kiev (Klasse Professor Galina Tuftina). Sie hat mehrere internationale Wettbewerbe gewonnen, seit 2007 ist sie Solistin an der National Opera in der Ukraine, wo sie Hauptrollen wie die Zemfira (Aleko), Micaëla (Carmen), Tatiana (Eugene Onegin), Oxana (Cherevichki), Marguerite (Faust), Iolanta (Iolanta), Cio-Cio-San (Madama Butterfly), Giulietta (Les Contes d’Hoffmann), Norma (Norma), Abigaille (Nabucco), Lady Macbeth (Macbeth), Manon (Manon Lescaut), Tosca (Tosca), Amelia (Un ballo in maschera) und Aida (Aida) verkörpert. Ihr Konzertrepertoire umfasst Mozarts Requiem, Rossinis Stabat Mater, Beethovens Neunte Symphonie und Missa solemnis sowie Verdis Requiem. Im März 2011 debütierte sie als Abigaille in Verdis Nabucco am Teatro dell’Opera di Roma unter Riccardo Muti. Dieselbe Rolle sang sie am Mariinsky Theatre, St. Petersburg. Unter Regisseur Pier Luigi Pizzi sang sie die Amelia in Verdis Un Ballo in Maschera, während des Sferisterio Opera Festival 2011 in Macerata.

Annemarie Kremer (Floria Tosca)
Die niederländische Sopranistin hatte bereits große Erfolge an vielen bedeutenden Opernhäusern. In der Spielzeit 2010/2011 war sie als Titelheldin in einer Neuproduktin von Verdis Luisa Miller an der Staatsoper Stuttgart zu sehen, wo sie davor bereits als Tosca brillierte. Am Theater Dortmund verkörperte sie die Titelpartien von Puccinis Madama Butterfly und Tosca, in ihrer Heimat war sie als Norma sowie Donna Elvira (Don Giovanni)
zu sehen. Im Oktober 2011 gab sie die Titelpartie in einer Neuproduktion von Richard Strauss‘ Salome an der Wiener Volksoper. Zukünftige Pläne umfassen u.a. Partien an der Ungarische Staatsoper Budapest und der Oper Köln. Annemarie Kremer gibt als Tosca ihr Hausdebut am Stadttheater Klagenfurt. www.annemariekremer.nl

Gaston Rivero (Mario Cavaradossi)
Der junge amerikanische Tenor uruguayischer Herkunft wuchs als Sohn eines Opernsängers in Argentinien auf; erster Unterricht bei seinem Vater, dann  Gesangsstudium am Konservatorium Carlos Lopez Buchardo in Buenos Aires; 2001 Umzug nach New York, um dort seine Ausbildung bei Eugene Kohn und Maestro Israel Gursky fort zu setzen. Bereits ein Jahr später, mit nur 24 Jahren, erster Auftritt in der Carnegie Hall, seither mehr als 20 Konzerte dort; 2003 erstes Engagement am Broadway in La Bohème, ab 2004 Zusammenarbeit mit namhaften Opernhäusern; Engagements u.a. als Don Jose in Carmen, Alfredo in Verdis La Traviata, Romeo in Romeo et
Juliette; Auszeichnungen: 1. Preis  der Fritz Lavinia Jensen Stiftung 2008, 2. Preis der 28th International Hans Gabor Belvedere Singing Competition 2009, 3. Preis der Concurso Intemacional de Canto Montserrat Caballe als Finalist des Placido Domingo Operalia Wettbewerbs 2006, Finalist der Metropolitan Opera National Council Auditions, Finalist des BBC Cardiff Singer of the Worlds Vocal Competition 2005. In Klagenfurt war Gaston Rivero in Aida und Il Trovatore zu sehen. www.gastonrivero.com

Francesco Landolfi (Baron Scarpia)
geb. 1977 in Caserta, Italien; Studium der Philosophie und Literatur an der Universität von Neapel sowie Gesang unter der Führung der Mezzosopranistin Monica Carletti und Teilnahme an zahlreichen Meisterklassen für Gesang (z.B. unter Silvano Pagliuca, Virginio Profeta, Simone Alaima, Regina Resnik). Sein Debut hatte er am Teatro Verdi di Salerno in J. Massenet’s Thais, kurz darauf schon in G. Rossini’s Il Viaggio a Reims. Weitere
Engagements führten ihn an zahlreiche Theater in Italien. Rollen in: Thais, Il Barbiere di Siviglia, Il viaggio a Reims, Zauberflöte, Don Giovanni, Aida, Il Trovatore, Un Ballo in Maschera, Rigoletto, Falstaff, Cavalleria Rusticana und La Bohème. Francesco Landolfi nahm an diversen Gesangswettbewerben teil und ist auch Träger zahlreicher Auszeichnungen/Preise, z.B. Concorso Lirico Internazionale Toti dal Monte, Concorso Internazionale Francesco Albanese di Torre del Greco. Am Stadttheater Klagenfurt war er in Aida und in Il trovatore zu sehen.

Pressemeldung Stadttheater Klagenfurt

Leave a comment