Köln, Oper Köln, Bizarrer Disput zwischen Magistrat und Oper, IOCO Aktuell, 05.05.2012


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Oper Köln

Oper Köln © IOCO
Oper Köln © IOCO

Stadt Köln und Oper Köln

Bizarr – Unerquicklich öffentliche Kommunikation

 

Oper Köln / 2012 - Dr Meyer, Werner, Intendant Laufenberg © IOCO
Oper Köln / 2012 – Dr Meyer, Werner, Intendant Laufenberg © IOCO
Oper Köln / Intendant Laufenberg - JPK 2012 © IOCO
Oper Köln / Intendant Laufenberg – JPK 2012 © IOCO
Oper Köln / JPK 2012 - Presseandrang © IOCO
Oper Köln / JPK 2012 – Presseandrang © IOCO

Der Haussegen zwischen der Stadt Köln und der Oper Köln rutscht seit der verunglückten Jahrespressekonferenz der Oper Köln am 24.4.2012 (siehe IOCO-Bericht) in massive Schieflage. Dies weiß inzwischen die ganze Republik.  Die Kölner Streithähne schaffen es nicht, bedeutende regelbedürftige Sachverhalte abgestimmt zu kommunizieren. Stattdessen markiges Getöse allen Ortes. Die unten wiedergegebenen Presseerklärungen vom 4.5.2012 der Stadt Köln wie der Oper Köln (Antwort) sind die neuesten Auswürfe sprachlichen Getölpels:


Presseerklärung der Stadt Köln vom 4.5.2012

“Dienstvertrag mit Opernintendant Uwe Eric Laufenberg soll bestehen bleiben”

Intensive Gespräche über Umsetzung des Spielplans

Nachdem Opernintendant Uwe Eric Laufenberg sein Angebot, aus dem laufenden Dienstvertrag zum 31. August 2013 ohne Bedingungen auszuscheiden, nicht aufrechterhalten hat, werden weitere Überlegungen zu einer vorzeitigen Auflösung seines Dienstvertrages seitens der Stadt Köln nicht weiterverfolgt. Insofern geht die Stadt Köln davon aus, dass das bestehende Vertragsverhältnis mit dem Opernintendanten bis zum regulären Auslaufen im Jahr 2016 fortgesetzt wird. Gleichzeitig wird die Stadt Köln, vertreten durch das Kulturdezernat, in intensive Gespräche mit der Opernintendanz und dem Geschäftsführenden Direktor der Bühnen eintreten, mit dem Ziel, den Opernintendanten schnellstmöglich den neuen, dem aktuell bereitgestellten Finanzbudget angepassten Spielplan der Öffentlichkeit vorstellen zu lassen. In diesen Gesprächen sollen auch Regelungen zum mittelfristigen Ausgleich aufgelaufener Defizite gefunden werden.

Die Stadt Köln hatte vor wenigen Tagen in einer Dringlichkeitsentscheidung eine Ermächtigungsgrundlage für die Umsetzung der Spielzeit 2012/2013 der Bühnen auf den Weg gebracht. Vorgesehen ist die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses von 49,1 Millionen Euro auf 51,1 Millionen Euro. Damit stehen der Oper für die Spielzeit 2012/2013 statt 30,4 Millionen Euro jetzt rund 32 Millionen Euro zur Verfügung. Die Opernintendanz macht dagegen einen Finanzbedarf für ihren konzipierten Spielplan von 34,4 Millionen Euro geltend.”

Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Antwort:  Presseerklärung der Oper Köln vom 4.5.2012

“Die Presseerklärung der Stadt Köln vom 04.05.2012 ist falsch. Es wird behauptet, nachdem Uwe Eric Laufenberg sein Angebot, aus dem laufenden Dienstvertrag zum 31.08.2013 ohne Bedingungen auszuscheiden, nicht aufrechterhalten hat, werden weiter
Überlegungen zu einer vorzeigen Auflösung seines Dienstvertrages  seitens der Stadt Köln nicht weiterverfolgt. Das ist falsch. Richtig ist: Das Angebot des Opernintendanten Uwe Eric Laufenberg vom 20. April 2012, aus dem laufenden  Dienstvertrag zum 31.08.2013 ohne Bedingungen auszuscheiden, ist  von der Stadt Köln nicht angenommen worden. Das kann man auch  der Pressemeldung der Stadt Köln vom 24. April 2012 entnehmen. Des Weiteren bleibt nach wie vor ungeklärt, wann und wie die Spielzeit 2012/2013 in den Vorverkauf geht, und damit, ob sie überhaupt stattfindet.”


IOCO:  Die Etat-Probleme an der Oper Köln sind wenig überschaubar, €2 Mio/Jahr fehlen. Das Opern- und Theatergebäude Köln am Offenbachplatz wird zur Zeit für über €250 Mio saniert. Der hektische, öffentliche Disput wirkt  angesichts dieser Proportionen unprofessionell wie grotesk.

IOCO / VJ / 5.4.2012

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