Köln, Oper Köln, Gute Zahlen trotz Aufruhr der Chefetage, IOCO Aktuell, 11.01.2013

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Oper Köln

Oper Köln am Dom © Matthias Baus
Oper Köln am Dom © Matthias Baus

Oper Köln: Gute Zahlen bei Getöse in der Chefetage

Oper am Dom, Blick auf den Rhein © IOCO
Oper am Dom, Blick auf den Rhein © IOCO

Die erste Hälfte der Saison 2012/13 der Oper Köln ist trotz unendlicher Aufruhr zwischen Opernintendant Uwe Eric Laufenberg und Stadtdezernent Georg Quander über bis heute ungelöste Etatprobleme zumindest hinsichtlich der Besucherzahlen erfolgreich verlaufen. Erinnerlich: Der künstlerisch erfolgreiche Laufenberg wurde im Juni 2012 nach lautstarkem Streit zunächst fristlos, sodann mit schöner Abfindung zum 31.8.2012 vorzeitig entlassen. Zu seiner Nachfolgerin wurde ab September 2012 zunächst nur für zwei Spielzeiten Frau Dr. Birgit Meyer installiert.

Oper Köln, , Intendatin Dr. Meyer © IOCO
Oper Köln, , Intendatin Dr. Meyer © IOCO

Die Oper Köln meldet nun gute Besucherzahlen für das erste Halbjahr der Saison 2012/13. Die von Uwe Eric Laufenberg gesetzte Saat geht auf, Frau Dr. Birgit Meyer freut sich zu recht:

“Zwischen dem 1. September und dem 31. Dezember 2012 spielte die Oper Köln 85 Vorstellungen (eigene Produktionen und Gastspiele), davon 44 in der neuen Spielstätte Oper am Dom, 20 im Palladium, 4 im Oberlandesgericht und 17 in der Kinderoper im Alten Pfandhaus. Die Vorstellungen wurden insgesamt von 67.624 Besuchern wahrgenommen.
Im gleichen Zeitraum der Vorsaison konnten bei annähernd gleicher Vorstellungsanzahl insgesamt 55.285 Besucher gezählt werden. Der Zuwachs um 12.339, d.h. eine Steigerung um 22,3 % zeigt, dass die Ausrichtung unter der neuen Intendantin Birgit Meyer deutlichen Zuspruch beim Publikum findet.
Als besonders erfolgreich erwiesen sich die ersten drei Teile des Mozartzyklus: »Die Hochzeit des Figaro« erreichte eine Auslastung von 93%, »Così fan tutte« von 96% und »La clemenza di Tito« von 100%. Für »Die Hochzeit des Figaro« und »Così fan tutte« hatte die Intendantin im vergangenen Sommer kurzfristig neue Regieteams engagieren müssen. Besonders positiv hat sich auch die Präsenz von Schülern und Studenten in der Oper Köln entwickelt. So wurden in dieser Zielgruppe 4.576 Karten gegenüber 2.784 im Vorjahr verkauft. Auf diese Steigerung um 64,4% richtet Meyer ihr besonderes Augenmerk: »Es handelt sich hierbei um die Opernbesucher der Zukunft und damit auch um potentielle künftige Abonnenten«, so die Intendantin. Auch im neuen Jahr 2013 setzt sich der positive Trend fort: Zwei letzte restlos ausverkaufte Vorstellungen »Così fan tutte« im Palladium und zwei ebenso ausverkaufte letzte Vorstellungen von »La clemenza di Tito« im Oberlandesgericht gaben einen vielversprechenden Jahresauftakt. Für die sieben Vorstellungen von Gaetano Donizettis Belcanto-Oper »Anna Bolena« (Premiere am 17. Februar 2013) sind zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt nur noch 540 Karten verfügbar. Hier ist daher Eile geboten, für diejenigen, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchten.
Die Intendantin Meyer freut sich über den Zuschauerzuspruch, da aufgrund der Renovierung des Opernhauses am Offenbachplatz seit September 2012 alle Vorstellungen an Ersatzspielstätten aufgeführt werden: »Die Oper am Dom erweist sich – genauso wie das Palladium – als lebendige, attraktive Spielstätte, die unterstützt durch ihre zentrale Lage, von den Kölner Bürgern sehr gut angenommen wird. Und letztlich ist jede zusätzlich verkaufte Karte ein guter Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung der Oper und damit für die künftige Programmgestaltung.« 

IOCO /   / 11.1.2013

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