Lübeck, Theater Lübeck, Premiere: Schwanensee, 06.09.2014

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Theater Lübeck

Theater Lübeck © Olaf Malzahn
Theater Lübeck © Olaf Malzahn

Premiere:  Schwanensee von  Peter Tschaikowski

Choreographie von Yaroslav Ivanenko

Premiere: Samstag, 06. September 2014, 19.30 Uhr, Großes Haus;  Weitere Vorstellungen Samstag 13 September 19.30 Uhr, Sa, 11/10, 19.30 Uhr; So, 19/10, 18.00 Uhr; Fr, 24/10, 19.30 Uhr; Sa, 15/11, 19.30 Uhr; Fr, 21/11, 19.30 Uhr; Do, 27/11, 18.00 Uhr u.a.

Im Auftrag des Moskauer Bolschoi-Theaters begann Peter Tschaikowski im Herbst 1875 mit der Komposition des Balletts Schwanensee. Das Publikum der Uraufführung im Frühjahr 1877 versagte Tschaikowskis erstem Ballett jedoch die Anerkennung. Die Premiere fiel regelrecht durch. War es einerseits die mangelnde künstlerische Qualität der Choreographie Wenzel Reisingers, die von der Kritik verrissen wurde, konnte das Publikum, dessen Hörgewohnheiten in Sachen Ballettmusik bisher trivialer geprägt worden waren, mit Tschaikowskis Musik wenig anfangen. Zu anspruchsvoll, zu komplex und zu schwer hörbar sei die Schwanensee-Musik. Bereits während der Einstudierung hatte man daher ganze Teile der Musik weggelassen und Nummern anderer Komponisten eingefügt.

Tschaikowski hielt Schwanensee zeit seines Lebens für einen Misserfolg. Das ist heute kaum noch nachvollziehbar, gelang ihm mit seinem Schwanensee doch ein brillanter Wurf für die Geschichte des klassischen Balletts. Er wendete sinfonische Gestaltungsprinzipien an, etwa in der musikalischen Verarbeitung des berühmten Schwanenthemas der Oboe, das im Lauf der Handlung vielseitig variiert erscheint und damit zum jeweiligen Handlungskontext Bezug nimmt. Die psychologische Durchdringung des Balletts unterscheidet es von den zahlreichen anderen, damals populären Ballettmusiken. Tschaikowski schuf musikalische Charaktere und poetische Stimmungsbilder ebenso wie dramatische Situationen. Erst nach seinem Tod entschloss sich der berühmte Petersburger Choreograph Marius Petipa zur Aufführung von Schwanensee in der originalen Fassung und überließ seinem Assistenten Lew Iwanow große Teile der Choreographie. Iwanow schuf die legendären »weißen Bilder« am Schwanensee im 2. Akt mit einer Choreographie, die bis heute in allen Schwanensee– Inszenierungen nahezu unverändert getanzt wird.

Mit der Lübecker Premiere von Schwanensee wird die erfolgreiche Kooperation mit dem Ballett Kiel fortgesetzt. Für seine Interpretation des Schwanensee hat Kiels Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko das Schicksal der Schwanenprinzessin Odette in den Mittelpunkt gerückt, die vom bösen Zauberer Rotbart in einen Schwan verwandelt wurde. Des Nachts kann Odette ihre menschliche Gestalt annehmen und findet nur Erlösung, wenn ein Mann ihr alleinige Treue schwört. Die nahe Erlösung durch ihre Liebe zum Prinzen Siegfried wird von Rotbart und seiner Tochter Odile heimtückisch zunichte gemacht.

Musikalische Leitung Ryusuke Numajiri, Choreographie Yaroslav Ivanenko
Ausstattung Heiko Mönnich

Mit Solistinnen, Solisten und Corps de ballet des Ballett Kiel,  Eine Kooperation des Theater Lübeck mit dem Theater Kiel

Premiere Sa, 06/09, 19.30 Uhr,  Weitere Vorstellungen Sa, 13/09, 19.30 Uhr, Sa, 11/10, 19.30 Uhr; So, 19/10, 18.00 Uhr; Fr, 24/10, 19.30 Uhr; Sa, 15/11, 19.30 Uhr; Fr, 21/11, 19.30 Uhr; Do, 27/11, 18.00 Uhr u.a.

Einführungen finden vor allen Vorstellungsterminen (ausser Premiere) jeweils ½ Stunde vor Beginn der Vorstellung im Mittelrangfoyer statt.

—| Pressemeldung Theater Lübeck |—

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