Lübeck, Theater Lübeck, Premiere: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg, 31.08.2014

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Theater Lübeck

Theater Lübeck © Olaf Malzahn
Theater Lübeck © Olaf Malzahn

Premiere: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner

Premiere: Sonntag, 31. August 2014, 17.00 Uhr, Großes Haus,  Weitere Vorstellungen Sonntag, 07 September, 17.00 Uhr; So, 28/09, 17.00 Uhr; So, 12/10, 16.00 Uhr; So, 09/11, 17.00 Uhr,

Mit der Premiere der Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg von Richard Wagner unter der musikalischen Leitung von GMD Ryusuke Numajiri in der Inszenierung von Florian Lutz eröffnet das Theater Lübeck am 31. August 2014 die Spielzeit 2014/15. Damit findet das über Jahre erfolgreiche Projekt »Wagner-trifft-Mann« seine Fortsetzung in einem Werk aus Wagners mittlerer Schaffensphase, das seinem Schöpfer selbst bis zu seinem Tod immer neue Fragen stellte und sich zugleich mit seinem großen Reichtum geschlossener musikalischer Nummern wie dem Pilgerchor, Elisabeths Hallenarie oder Wolframs Lied an den Abendstern bis heute größter Beliebtheit erfreut.

Erzählt wird die Geschichte des Minnesängers Tannhäuser, den Wagner frei aus den Überlieferungen rund um den historischen Tannhäuser, der vom Papst vergeblich Vergebung seiner Sünden erbat, und Heinrich von Ofterdingen, einem Teilnehmer des sagenhaften Sängerkriegs auf der Wartburg zur Zeit Landgraf Hermanns I. von Thüringen im 13. Jahrhundert, kombinierte: Tannhäuser ist des Aufenthaltes im Venusberg überdrüssig. Er will die Welt des Genusses verlassen, obwohl Venus selbst alles für sein Bleiben tut. Tannhäuser entscheidet sich für einen neuen Weg, auf dem er seine alten Kollegen und seine Jugendliebe Elisabeth wieder trifft und sich am großen Sängerwettstreit zum Thema Liebe beteiligt. Er kann die in seinen Ohren heuchlerischen Ausführungen seiner Mitstreiter Wolfram von Eschenbach, Walther von der Vogelweide und Biterolf allerdings nicht anhören, ohne die Versammlung schroff mit seinen ganz anderen Sichtweisen zu konfrontieren. Der Skandal ist perfekt. Nur Elisabeth verdankt Tannhäuser, dass er nicht sofort aus der Gemeinschaft ausgestoßen wird, sondern die Chance erhält, durch eine Bußfahrt nach Rom Vergebung seiner Sünden zu erwirken. Anders für als die anderen Reumütigen führt für Tannhäuser der Weg jedoch nicht zurück.

Neben den literarischen Anregungen fand Wagner atmosphärische Inspiration für seinen Tannhäuser auf der Burg Schreckenstein in Böhmen, wo er den Juni 1842 verbrachte, nachdem ein erster Versuch, im Pariser Musikleben Fuß zu fassen, erfolglos geblieben war und er sich auf das Interesse der Dresdner Hofoper an seiner Oper »Rienzi« hin zu einer Umsiedelung nach Dresden entschlossen hatte.

Drei Jahre dauerte seine Arbeit an der »romantischen Oper« bis in Dresden 1845, dann schon in seiner Zeit als Königlich-Sächsischer Kapellmeister der Hofoper, die Uraufführung stattfand. Damit aber war die Entstehungsgeschichte der Oper nicht abgeschlossen: »Ich bin der Welt noch einen Tannhäuser schuldig« sagte Wagner noch wenige Wochen vor seinem Tod zu seiner Frau Cosima und fasste damit sein langes und letztlich nie ganz abgeschlossenes Ringen um eine für ihn gültige Werkgestalt zusammen. Am prägnantesten waren die Änderungen, die er 1861, mitten in der Arbeit an Tristan und Isolde, für eine Aufführung in Paris vornahm, wo andere Gattungstraditionen verschiedene Modifikationen – darunter die Einführung eines Balletts – nötig machte. In Lübeck kommt die Dresdner Fassung zur Aufführung, die von der Uraufführung her abgeleitete, im Druck verbesserte erste Fassung.

Musikalische Leitung Ryusuke Numajiri, Inszenierung Florian Lutz
Bühne Christoph Ernst, Kostüme Mechthild Feuerstein
Video Katharina Spuida, Chor Joseph Feigl

Mit Julia Faylenbogen, Annette Hörle, Carla Filipcic Holm, Imke Looft, Inga Schäfer, Steinunn Soffia Skjenstad, Andrea Stadel/Frauke Becker; Shavleg Armasi/Taras Konoshchenko, Johan Hyunbong Choi, Daniel Jenz, Hjongseok Lee, Herbert Lippert/Jeffrey Dowd, Gerard Quinn/Steffen Kubach, Tim Stolte/Seokhoon Moon; Chor und Extrachor des Theater Lübeck; Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Kostprobe Mo, 25/08, 18.30 Uhr, Kammerspiele, Eintritt frei

Premiere So, 31/08, 17.00 Uhr,  Weitere Vorstellungen So, 07/09, 17.00 Uhr; So, 28/09, 17.00 Uhr; So, 12/10, 16.00 Uhr; So, 09/11, 17.00 Uhr, u.a.

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