München, Staatstheater am Gärtnerplatz, ERÖFFNUNGSPREMIERE: LA SONNAMBULA, 08.10.2015

Staatstheater am Gärtnerplatz München

Staatstheater am Gärtnerplatz © Bernd Eberle
Staatstheater am Gärtnerplatz © Bernd Eberle

ERÖFFNUNGSPREMIERE: La Sonnambula von Vincenco Bellini

Musik von Vincenzo Bellini, Libretto von Felice Romani
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 8. Oktober 2015 19.30 Uhr: Prinzregententheater;  Weitere Vorstellungen  12., 14., 17., 20., und 25. Oktober 2015, 30. Juni und 2. Juli 2016, Beginn 19.30 Uhr, am 25. Oktober 18.00 Uhr

Ein friedliches Dorfidyll in den Schweizer Alpen: Amina, die schöne Ziehtochter der Müllerin Teresa, und der junge, wohlhabende Bauer Elvino wollen heiraten. Hierzu hat Elvino eigens seine bereits bestehende Verlobung mit der Wirtin Lisa aufgelöst. Graf Rodolfo, der Sohn des verstorbenen Feudalherrn des Ortes, ist nach langer Abwesenheit inkognito in das Dorf zurückgekehrt und hat in Lisas Gasthaus Quartier bezogen. Sofort beginnt er damit, Amina den Hof zu machen, was die Eifersucht Elvinos erregt. Als man am nächsten Morgen Amina schlafend in der Kammer Rodolfos auffindet, ist die Dorfgemeinschaft entsetzt, und der verletzte Elvino löst, allen Unschuldsbeteuerungen seiner Verlobten zum Trotz, seine Verbindung mit Amina auf. Erst im letzten Moment kann diese Elvino von ihrer Treue überzeugen …

Paris / Grabmal Vincenco Bellini © IOCO
Paris / Grabmal Vincenco Bellini © IOCO

Nachdem Gioachino Rossini das Komponieren eingestellt hatte, war Vincenzo Bellini neben Gaetano Donizetti zum führenden Opernkomponisten Italiens aufgestiegen. Mit seiner am 6. März 1831 im Teatro Carcano in Mailand uraufgeführten Oper La sonnambula,  Die Nachtwandlerin, feierte dieser schließlich seinen bis dahin größten Publikumserfolg. Die Geschichte der schönen Schlafwandlerin Amina vollzieht sich musikalisch in den für Bellinis Stil typischen, scheinbar endlos dahinfließenden Melodiebögen, welche die Partie zu einer Paraderolle für jeden lyrischen Koloratur-Sopran gemacht haben. Das im Libretto von Felice Romani gezeichnete Sujet eines oberflächlich heilen Zusammenlebens in einem Schweizer Alpendorf bildete für Bellini jedoch lediglich die Folie zu einer Geschichte über die fragilen Abgründe menschlicher Existenz, deren Doppelbödigkeit sich hinter der Fassade der ländlich-pastoralen Handlungselemente verbirgt. Nach Inszenierungen u. a. am Opernhaus Zürich, am St. Petersburger Mariinsky-Theater und bei den Bregenzer Festspielen gibt Michael Sturminger mit La sonnambula nun sein Münchner Regiedebüt, in der Titelpartie Jennifer O’Loughlin!

Staatstheater am Gärtnerplatz / O'Loughlin als Amina © Thomas Dashuber
Staatstheater am Gärtnerplatz / O’Loughlin als Amina © Thomas Dashuber

Musikalische Leitung: Marco Comin, Regie: Michael Sturminger
Bühne und Kostüme: Andreas Donhauser / Renate Martin, Dramaturgie: Daniel C. Schindler

BESETZUNG:
Rodolfo, Feudalherr: Maxim Kuzmin-Karavaev Teresa, Mühlenbesitzerin: Anna Agathonos Amina: Jennifer O’Loughlin
Elvino, reicher Grundbesitzer: Arthur Espiritu / Alessandro Luciano
Lisa, Wirtin: Maria Nazarova
Alessio, Dorfbewohner: Martin Hausberg
Ein Notar: Stefan Rampf / Marcus Wandl
Chor und Extrachor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

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