NRW, Staatskanzlei, “Abschied von Pina Bausch” in Wuppertal

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 “Abschied von Pina Bausch” in Wuppertal

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: “Stadt und Land wollen Pina Bauschs Vermächtnis bewahren”

Die Staatskanzlei teilt mit:

Das Wuppertaler Tanztheater als Vermächtnis der weltberühmten Choreografin Pina Bausch soll nach Worten von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers weiter fortbestehen. Rüttgers sagte heute (4. September 2009) im Rahmen einer Trauerfeier im Wuppertaler Opernhaus: “Pina Bausch ist zu früh gegangen. Aber Stadt und Land wollen ihr Vermächtnis bewahren. Daher unsere herzliche Bitte an die Ensemblemitglieder: Machen Sie weiter! Das ist ganz im Sinne von Pina Bausch.” Pina Bausch starb am 30. Juni 2009 im Alter von 68 Jahren. An der Trauerfeier nahmen Freunde und Kulturschaffende aus der ganzen Welt teil.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers würdigte das Werk der Ausnahmenkünstlerin: “Wir trauern um Pina Bausch. Ihre großartigen Leistungen für den Tanz und das Theater strahlen weit über Wuppertal und Nordrhein-Westfalen hinaus. Die Tiefe der Emotionen in ihren Stücken hat viele Menschen berührt. Sie hat vielen Menschen das Medium Tanz überhaupt erst nahe gebracht.”

Internationalität und zugleich Heimatverbundenheit sind nach den Worten des Ministerpräsidenten prägend für ihr Leben gewesen: “Ihr Schaffen begann mit ihrer Kompanie hier in Wuppertal. Hier hat sich Pina Bausch mit dem Tanztheater ein Zuhause geschaffen. Von hier aus hat sie über 36 Jahre lang mit ihren Choreographien die ganze Welt in Staunen versetzt. Von ihrem Geburtsort Solingen und der Folkwang-Schule ging sie nach New York, von dort zurück, und von Wuppertal wieder in die ganze Welt. Sie vollbrachte etwas, was sie zur größten Künstlerin unseres Landes gemacht hat. Aus ihren Aufführungen gingen die Zuschauer verändert heraus.” Aus aller Welt seien begeistert Tänzerinnen und Tänzer zu ihr gekommen.

Als erste Frau in der Kunst erhielt Bausch 2007 in der Kategorie Kunst und Philosophie den international renommierten Kyoto-Preis 2007 für ihr Lebenswerk. Dieser ist neben dem Nobelpreis eine der weltweit höchsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft. Namhafter deutscher Preisträger war zuletzt 2004 Jürgen Habermas für den Bereich Philosophie. Weitere herausragende Preisträger waren u. a. der österreichische Musiker und Dirigent Nikolaus Harnoncourt, die Künstler Maurice Béjart und Roy Lichtenstein, die Komponisten Olivier Messiaen und John Cage, der englische Theaterregisseur Peter Brook und der japanische Architekt Tadao Ando.

Das Tanztheater Pina Bausch arbeitet seit über 30 Jahren in der Stadt Wuppertal und im Land Nordrhein-Westfalen. Seit Beginn hat es das Tanztheater und Ballett revolutioniert und mit einer eigenen Kunstsprache völlig neue Ausdrucksformen geschaffen. Pina Bausch erhielt 1972 den Förderpreis des Landes für junge Künstlerinnen und Künstler. Der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen folgte 1990.

—| Pressemeldung Staatskanzlei NRW |—

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