Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, Premiere Wilhelm Tell von Friedrich Schiller, 04.06.2016

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Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah
Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

  WILHELM TELL von Friedrich Schiller

Premiere 4.6.2016, weitere Vorstellungen 5.6.2016; 7.6.2016; 9.6.2016; 12.6.2016; 16.6.2016; 18.6.2016; 22.6.2016; 24.6.2016; 3.7.2016; 14.7.2016; 23.7.2016

Schillers Schauspiel Wilhelm Tell ist kein einfaches heroisches Freiheitsdrama. Es ist vielmehr ein komplexer und höchst poetischer Diskurs über die Triebkräfte von Freiheitsbewegungen und zugleich eine kritische Analyse des Freiheitsbegriffes sowohl auf privater wie nationaler Ebene. Gerade die Widersprüche des Textes und die Verweigerung einer eindeutigen politischen Parteinahme machen das Stück in unserer heutigen Zeit so aktuell.

Denn schon bei Schiller lassen sich die Gefährdungen von Befreiungs- und Demokratiebewegungen herauslesen. Wenn der Wunsch nach Fortschritt und Demokratie durch rückwärtsgewandte und nationalistische Motive überdeckt wird, geht es nicht mehr um staatliche Souveränität und persönliche Freiheit, sondern um Abschottung und  Abgrenzung. Volker Schmalöers Inszenierung fragt: Was passiert, wenn Wut und Unterdrückung auf (Politik-)Verdrossenheit stoßen? Wie gefährdet ist das Individuum in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und wie positioniert sich der Einzelne in der Masse?

Mit: Thomas Klenk (Hermann Gessler, Reichsvogt u.a.), Rainer Matschuk (Werner, Freiherr von Attinghausen u.a.), Julian Keck (Ulrich von Rudenz u.a.), Michael Hochstrasser (Werner Stauffacher), Stefan Drücke (Itel Reding / Rudolf der Harras u.a.), Heimo Essl (Walther Fürst u.a.), Daniel Scholz (Wilhelm Tell), Pius Maria Cüppers (Walther Tell / Rösselmann, der Pfarrer u.a.), Nicola Lembach (Arnold vom Melchtal u.a.), Stefan Lorch (Konrad Baumgarten u.a.), Josephine Köhler (Hedwig / Berta von Bruneck / Gertrud), Jörg Scheiring (Petermann, der Sigrist u.a.). Bühne: Valentina Crnkovi Kostüme: Falk Bauer  Musik: David Rimsky-Korsakow  Dramaturgie: Horst Busch

—| Pressemeldung Staatstheater Nürnberg |—

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