Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere Comédie-ballet – Les Paladins, 16.02.2019

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter
Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Les Paladins
Comédie-ballet in drei Akten von Jean-Philippe Rameau

Libretto von Jean-François Duplat de Monticourt
in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Sa 16. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus

Einführung: 19 Uhr
Soiree Di 12. Februar, 18.15 Uhr, Foyer und Großes Haus
Die nächsten Vorstellungen: Di 19. Februar, Do 14. März, Do 23. Mai, Di 28. Mai, Fr 31. Mai, Do 06. Juni, So 23. Juni (18 Uhr), Mi 26. Juni

Musikalische Leitung: Alexis Kossenko/Felix Pätzold, Regie: François de Carpentries, Choreografie: Antoine Jully, Bühne/Kostüme: Karine Van Hercke, Einstudierung Chor: Felix Pätzold, Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg — mit: Martyna Cymerman, Sooyeon Lee; Ill-Hoon Choung, Stephen K. Foster/Tomasz Wija, Philipp Kapeller; BallettCompagnie Oldenburg, Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

Ab dem 16. Februar zeigen die französischen Palastritter auf der Oldenburger Opernbühne, dass auch für eine bessere Welt streitende Helden manchmal mit ganz persönlichen Liebesproblemen zu kämpfen haben; so wie der Paladin Atis, der seine geliebte Argie aus den Fängen ihres nur bedingt sympathischen Vormunds Anselme befreien möchte. Der jedoch will sein Mündel lieber tot als in den Armen eines anderen sehen und greift entschlossen zu den Waffen. Am Ende kann nur noch Zauberei das Liebesglück retten …

Die 1760 in Paris uraufgeführte turbulente Comédie-ballet nach einer Erzählung von La Fontaine mutet stilistisch wie ein Kaleidoskop aus den verschiedensten Gattungen an. Das ist einer der Gründe, warum die selten gespielte „Ballett-Komödie“ heute als Rameaus spannendstes Bühnenwerk gilt: „Nichts im 18. Jahrhundert ist schwieriger als Rameau und nichts ist komplexer als ‚Les Paladins‘“, schwärmt der französische Dirigent und Barockspezialist Alexis Kossenko, der die Entstehung der Produktion intensiv musikalisch begleitet. Mit seinem großen musikalischen Reichtum verlässt Rameaus Spätwerk deutlich den Bereich barocker Galanterie. Stattdessen zeigt es sich von ebenso vielschichtiger wie kurzweiliger Expressivität, in der komische Passagen und tiefe Emotionalität eng miteinander verbunden sind.

Die Oldenburger Produktion von ‚Les Paladins‘ galt schon im Vorfeld als so vielversprechend, dass das führende französische Barockmusik-Institut, das Centre de musique baroque de Versailles, sie nicht nur finanziell förderte, sondern auch Knowhow beisteuerte:

Dazu gehört die druckfrische wissenschaftliche Neuedition des Werkes und ein Gesangscoach in Gestalt des künstlerischen Leiters Benoît Dratwicki, der die Sänger*innen des Oldenburger Ensembles auf die besonderen Herausforderungen des französischen Barockgesangs vorbereitete. Derart gewappnet stellt sich das Oldenburgische Staatstheater dem ritterlichen Kampf um Glück und Liebe nur zu gerne …

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

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