Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere Candide von Leonard Bernstein, 25.02.2017

Theater Pforzheim

Stadttheater Pforzheim © Stadttheater Pforzheim
Stadttheater Pforzheim © Stadttheater Pforzheim

Eine lustvolle Reise durch die beste aller möglichen Welten
  Candide von Leonard Bernstein

Pforzheim. Nach der gefeierten Wiederaufnahme von Leonard Bernsteins West Side Story zeigt das Theater Pforzheim ein weiteres spannendes Werk des amerikanischen Komponisten – „Candide“. Neben der überschwänglichen Ouvertüre ist das bekannteste Stück daraus die Sopran-Koloraturarie „Glitter and be gay“ („Glänzen und lustig sein“), beliebt in Musicalgalas als Bravourstück für die Sopranistin. Aber auch rührende Balladen wie „Candides Lament“ oder schwungvolle, walzertaumelnde Chöre kommen mit der neuen Produktion auf die große Bühne.

Premiere Samstag, 25. Februar feiert Candide, Regie Magdalena Fuchsberger, Premiere im Theater Pforzheim, weitere Vorstellungen 2. März, Mi, 19., Sa, 22. und Mi, 26. April 2017

Nach der französischen Romanvorlage „Candide oder der Optimismus“ des Philosophen und Aufklärers Voltaire begannen Lillian Hellmann und Leonard Bernstein in den 1950er Jahren, an einem amerikanischen Musiktheater zu arbeiten. Mit dem Librettisten Hugh Wheeler gelangen spitzfindige Dialoge; Songschreiber

wie Richard Wilbur und Stephen Sondheim lieferten Leonard Bernstein Texte für ein buntes Potpourri: europäische Oper und Wiener Operette kombiniert mit Elementen aus Jazz und Musical. Den Autoren Voltaire macht Bernstein zum wandelbaren Erzähler seines Musiktheaters, der in insgesamt vier Rollen das Geschehen aufmischt. Diese werden von Musicalstar Chris Murray verkörpert, der auch in der Musical-Produktion „Shylock!“ (Deutsche Erstaufführung am Sa, 8. April) mitwirken wird.

Der junge Candide wächst in einem Schloss auf und könnte es nicht besser haben. Er ist verliebt in die Tochter des Barons, Cunegonde, die seine Zuneigung erwidert. Für die Bildung ist Dr. Pangloss zuständig, er ist Gelehrter der Philosophie, Theologie und Naturwissenschaften und gibt praktische Nachhilfe in Latein und Physik. Sein Credo lautet: dies ist die beste aller möglichen Welten und alles hat einen sehr guten Zweck. Nichts gibt Candide Anlass, diese Einstellung anzuzweifeln. Candide lernt die anderen Seiten des Lebens erst kennen, als er Cunegonde küsst, dabei erwischt und hinausgeworfen wird. Er wird ungefragt von einer feindlichen Armee rekrutiert und schon befindet sich der Ahnungslose zwischen den Kampfhandlungen. Das ist der Beginn einer Reise, die Candide mit allen Arten von Grausamkeiten konfrontiert, die man sich vorstellen kann. Zwar findet er auch das goldene Eldorado, doch kann er dort ebenfalls nicht bleiben – was ihn antreibt, ist die Suche nach seiner Geliebten und der feste Glaube an die gute Zweckmäßigkeit aller Ereignisse.

Die Regisseurin Magdalena Fuchsberger hat diese „Liebeserklärung an die europäische Musik“ am Theater Pforzheim inszenieren. Über „Candide“ sagt sie: „Bernstein hat nach Voltaires Satire ein grandioses Plädoyer für selbstbestimmtes Denken verfasst und wir erzählen mit allen theatralen Mitteln diese überbordende Geschichte, in der in die alltägliche Umgebung plötzlich Surreal-Traumhaftes Eingang findet“, und weiter: „‘Candide‘, das ist ein überwältigender Road-Movie und ein schrecklich wild-schönes Panoptikum menschlichen Leidens und Hoffens“. Fuchsberger studierte Musiktheaterregie bei Reto Nickler an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und erhielt ihr Diplom mit der Inszenierung von Franz Lehárs Operette „Der Zarewitsch“. Als Regieassistentin und Abendspielleiterin arbeitete sie u. a. an der Oper Stuttgart. Ihre Zusammenarbeit mit erfolgreichen Regisseuren wie Stefan Herheim und Sergio Morabito prägen ihre Erfahrungen im klassischen Opern-Repertoire.

Karten für gibt es zum Preis von 16,80 Euro (ermäßigt 8,40 Euro) an der Theaterkasse am Waisenhausplatz unter Tel. 0 72 31/39-24 40, im Kartenbüro in den Schmuckwelten und im Internet auf www.theater-pforzheim.de


Candide :  Eine komische Oper in zwei Akten von Leonard Bernstein, Text von Hugh Wheeler nach Voltaires, Erzählung „Candide ou l’ optimisme”, Gesangstexte von Richard Wilbur, Zusätzliche Gesangstexte von Stephen Sondheim, John Latouche,, Lillian Hellman, Dorothy Parker und Leonard Bernstein, Dialoge in deutscher Sprache, Arien und Songs, in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Mit Chris Murray, Anna Agathonos, Johannes Strauß, Elisandra Melián, Paul Jadach, Danielle Rohr, Kwonsoo Jeon, Cornelius Burger und Aleksandar Stefanoski, Chor und Mitglieder des Extrachors des Theaters Pforzheim, Mitglieder des Ballettensembles
Badische Philharmonie Pforzheim

Musikalischen Leitung    Mino Marani, Inszenierung   Magdalena Fuchsberger, Bühne Dirk Steffen Göpfert, Kostüme Kathrin Hegedüsch, , Choreographie   Guido Markowitz

Premiere Samstag, 25. Februar 19.30 Uhr, Einführung um 19.10 Uhr im Foyer
Weitere Vorstellungen am Do, 2. März, Mi, 19., Sa, 22. und Mi, 26. April sowie an weiteren Terminen. Öffentliche Probe Samstag, 18. Februar 11.30 Uhr, Opernführerung Sonntag, 19. Februar 11 Uhr im Foyer.

Premiere Candide Samstag, 25. Februar 2017 Regie Magdalena Fuchsberger, Premiere im Theater Pforzheim, weitere Vorstellungen 2. März, Mi, 19., Sa, 22. und Mi, 26. April 2017. 

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

 

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