Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Mozarts KLEINE G-MOLL, 07./08.12.2014

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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus ©  A.T. Schaefer
Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

  Mozarts „Kleine g-Moll“ mit dem Staatsorchester Stuttgart

Der israelische Dirigent Ilan Volkov widmet sich im 2. Sinfoniekonzert gemeinsam mit dem Staatsorchester Stuttgart am Sonntag, 7. Dezember 2014, um 11 Uhr und am Montag, 8. Dezember, um 19.30 Uhr im Beethovensaal der Liederhalle sinfonischen Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Igor Strawinsky. Ilan Volkov ist bekannt als Grenzgänger zwischen experimenteller Musik und dem klassischen Repertoire. Jüngst dirigierte er in Donaueschingen das Klangforum Wien, die Neuen Vocalsolisten Stuttgart und das EXPERIMENTALSTUDIO des SWR sowie bei der SWR-Konzertreihe attaca – geistesgegenwart.musik das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart.

Mozart-Haus Wien © IOCO
Mozart-Haus Wien © IOCO

„Igor Strawinsky war der erste Komponist, der mich als Teenager fasziniert hat“, erläutert Volkov seine besondere Beziehung zu dem russischen Komponisten, dessen Werke den Rahmen seines Konzertes mit dem Staatsorchester bilden. „Mein Vater besaß die silberne LP-Sammlung mit Strawinskys eigener Gesamtaufnahme seiner Werke, ein Schatz, den ich bis heute hüte.“ Inzwischen hat Volkov selbst mehrere CDs mit Strawinskys Musik aufgenommen und bezeichnet dessen Sinfonie in drei Sätzen als eines der wichtigsten Werke in seiner Karriere als Dirigent. „Dieses Stück ist ein idealer Gegenpol zu Strawinskys Bläsersinfonien, die ebenfalls auf engstem Raum ganz unterschiedliche Dinge zusammen klingen lassen. Darüber hinaus sind die Bläsersinfonien ein immer noch zu wenig bekanntes Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts.“

Im Gegensatz zu Strawinsky, der in seiner Arbeit jeglichen romantischen Gefühlsüberschwang ablehnte, öffnete Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Sinfonie Nr. 25 g-Moll die Sinfonik dem großem Gefühl. Mit diesem „Sturm-und-Drang“-Werk folgte Mozart den Spuren Carl Phillip Emanuel Bachs, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum dreihundertsten Mal jährt. Nathanaël Carré, seit 2012 Soloflötist im Staatsorchester Stuttgart, interpretiert dessen Flöten-Konzert in d-Moll.

Mit dem Programm des 2. Sinfoniekonzerts greift das Staatsorchester den auf mehrere Jahre hin ausgelegten Russland-Schwerpunkt auf, der das Musiktheater- und Konzertprogramm der Oper Stuttgart auch in der laufenden Spielzeit prägt. Neben der Stuttgarter Erstaufführung der Oper Chowanschtschina von Modest Mussorgsky (Premiere: 23. November 2014, Regie: Andrea Moses, Musikalische Leitung: Simon Hewett) wird dieser Schwerpunkt auch im 7. Sinfoniekonzert aufgegriffen: Hier dirigiert Manfred Honeck Peter Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll in einer neu edierten, vom Komponisten selbst überarbeiteten Fassung, die bisher in Deutschland noch nie aufgeführt wurde.

Pressemeldung Oper Stuttgart

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