Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Premiere: Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach, 19.03.2016

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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer
Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

 Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach

in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am Samstag, 19. März 2016, um 18 UhrWeitere Vorstellungen: 24.03.2016 19:00 Uhr, 03.04.2016 15:00 Uhr, 10.04.2016 18:00 Uhr, 15.04.2016 19:00 Uhr, 23.04.2016 19:00 Uhr, 30.04.2016 19:00 Uhr, 04.05.2016

Einführungsmatinee: Sonntag, 13. März 2016, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt einen Einblick in die Konzeption der Neuinszenierung.  Nach(t)gespräche, Sonntag, 3. April 2016, Sonntag, 10. April 2016

Paris / Jacques Offenbach Foto IOCO
Paris / Jacques Offenbach Foto IOCO

Erstmals wird eine Operninszenierung von Christoph Marthaler in Stuttgart zu sehen sein, wenn seine Interpretation von Jacques Offenbachs phantastischer Oper Hoffmanns Erzählungen am Samstag, 19. März 2016, um 18 Uhr Premiere feiert. Die als Koproduktion mit dem Teatro Real in Madrid entstandene Neuinszenierung hatte dort am 17. Mai 2014 unter der musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling Premiere. Cambreling hatte nach intensivem Quellenstudium und in enger Zusammenarbeit mit der Regie eine „Madrider Fassung“ erarbeitet, welche nun auch in Stuttgart erklingen wird. Der Stuttgarter Generalmusikdirektor wird vier der insgesamt acht Vorstellungen dirigieren, für die anderen Vorstellungen kehrt Gregor Bühl ans Pult des Staatsorchesters Stuttgart zurück. Das Bühnen- und Kostümbild hat Anna Viebrock entworfen, die – ebenso wie Sylvain Cambreling – eine langjährige Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler verbindet, u.a. im Leitungsteam des Schauspielhauses Zürich (2000 – 2004). Sie wird ihren Bühnenentwurf an die kleinere Bühne des Stuttgarter Opernhauses anpassen und das Masken- und Kostümbild weiterentwickeln. Für die Choreografie zeichnet Altea Garrido verantwortlich. Die Choreografin und Tänzerin, die regelmäßig mit Christoph Marthaler zusammenarbeitet, verkörpert zudem wie bereits bei der Madrider Premiere Hoffmanns Geliebte Stella.

Sylvain Cambreling und Christoph Marthaler werden Ihre Interpretation des Werks mit der Stuttgarter Besetzung neu einstudieren. Die Tenöre Marc Laho und Eric Cutler übernehmen alternierend die Titelpartie und geben damit jeweils ihr Hausdebüt an der Oper Stuttgart. Marc Laho sang die Partie des Hoffmann bereits an den Opernhäusern in Prag, Basel und Zürich und zuletzt in Toulon. Eric Cutler verkörperte Hoffmann bei der Madrider Premiere von Marthalers Inszenierung. Als Muse/Niklaus ist Sophie Marilley aus dem Stuttgarter Solistenensemble zu erleben. Auch die verflossenen Geliebten Hoffmanns werden von Stuttgarter Ensemblemitgliedern dargestellt: Ana Durlovski übernimmt wie bereits am Teatro Real die Partie der Olympia. Mandy Fredrich singt die Antonia; diese Partie hat sie erstmals bei den Bregenzer Festspielen 2015 interpretiert. Simone Schneider gibt als Giulietta ihr Rollendebüt. Die vier Widersacher von Hoffmann werden im Wechsel Alex Esposito und Vito Priante verkörpern. Esposito gab sein Rollendebüt 2014 in Oslo unter der Regie von Calixto Bieito. Vito Priante sang die vier Bösewichte bereits in Madrid. Auch Graham F. Valentine, der sich dem Stuttgarter Publikum als Spalanzani vorstellt, wirkte bei der Madrider Premiere von Hoffmanns Erzählungen mit. Weitere Partien sind mit Torsten Hofmann (Andreas/Cochenille/Franz/Pitichinaccio), Maria Theresa Ullrich (Stimme von Antonias Mutter) und Kammersänger Roland Bracht (Luther/Crespel) aus dem Stuttgarter Solistenensemble sowie Eric Ander (Schlemihl) und Dominic Große (Hermann) aus dem Opernstudio besetzt.

Der Künstler Hoffmann, gleichermaßen in einer Schaffens- wie in einer Liebeskrise, gerät in dieser Oper, verfolgt von seiner Muse, in eine surreale Welt, die sich aus seiner eigenen Vorstellungskraft speist. Er begegnet drei Frauen, an denen er verschiedene Spielarten leidenschaftlicher Hingabe erprobt: der mechanischen Apparatur Olympia, der ganz in ihrer Kunst verlorenen Sängerin Antonia und schließlich der berechnenden Kurtisane Giulietta. Begleitet von weiteren Figuren, die stets wie Engel und Teufel seines Gewissens agieren, durchläuft Hoffmann die surreal verzerrten Szenerien seiner Fantasie.

Koproduktion der Oper Stuttgart und des Teatro Real Madrid.

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling, Gregor Bühl, Regie: Christoph Marthaler, Regie-Mitarbeit: Joachim Rathke, Bühne und Kostüme: Anna Viebrock, Licht: Olaf Winter, Choreografie: Altea Garrido, Chor: Christoph Heil, Dramaturgie: Malte Ubenauf

BESETZUNG:
Hoffmann: Marc Laho, Eric Cutler
Muse / Niklaus: Sophie Marilley
Lindorf / Coppelius / Dapertutto / Mirakel: Alex Esposito, Vito Priante
Andreas / Cochenille / Pitichinaccio / Franz: Torsten Hofmann
Olympia: Ana Durlovski
Antonia: Mandy Fredrich
Giulietta: Simone Schneider
Stella: Altea Garrido, Begoña Quiñones
Stimme der Mutter: Maria Theresa Ullrich
Nathanaël: Thomas Elwin
Spalanzani: Graham F. Valentine, Graham F. Valentine
Hermann: Dominic Große
Schlemihl: Eric Ander
Luther / Crespel: Roland Bracht, Henry Waddington

Pressemeldung Oper Stuttgart

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