Wien, Theater an der Wien, MUSEUMSQUARTIER – die neue Spielstätte, IOCO Aktuell, 25.05.2022

Museumsquartier Halle E - Panorama - Interimspielstätte Theater an der Wien © Alexander Eugen Koller
Museumsquartier Halle E - Panorama - Interimspielstätte Theater an der Wien © Alexander Eugen Koller

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Theater an der Wien

 Theater an der Wien / Linke Wienzeile - ein Bild aus alten Tagen © IOCO
Theater an der Wien / Linke Wienzeile – ein Bild aus alten Tagen © IOCO

THEATER AN DER WIEN – Sanierung : Neue Spielstätte – MuseumsQuartier

Das Theater an der Wien zählt neben der Wiener Staatsoper, der  Volksoper und dem Burgtheater zu den schönsten und traditionsreichsten Bühnen der Stadt Wien. Seit 2006 wird es als innovatives Stagione-Opernhaus mit internationaler Strahlkraft bespielt. Die Auslastung des Theater an der Wien ist seit Jahren hoch: 93%. Kaum hat sich der Vorhang der letzten Opernproduktion Jenufa von Leoš Janácek vor ausverkauftem Haus zum letzten Mal gesenkt, fällt bereits der Startschuss für die dringend notwendige Grundsanierung und Modernisierung des historischen Theaters: Kosten 60,05 Millionen Euro. Interimsspielstätten sind bis Herbst 2024 das Museumsquartier Halle E und die Kammeroper.

Als Schutz universeller Werte muss auch die im Frühjahr 2022 begonnene Generalsanierung des einstigen Wiener Vorstadttheaters an der Linken Wienzeile gesehen werden – ein Kulturdenkmal, das früher auch als „Nationaltheater an der Wien“ das Leben in der österreichischen Hauptstadt prägte. Hier setzten Geistesgrößen wie Emanuel Schikaneder, Ludwig van Beethoven, Franz Grillparzer, Johann Nestroy, Johann Strauss, Marie Geistinger und Franz Lehár künstlerisch vielfältige Maßstäbe, denen wir uns auch und gerade als MusikTheater an der Wien verpflichtet fühlen.

  • Intendant Stefan Herheim, ab 2022 Nachfolger des langjährigen Intendanten Roland Geyer lädt zu vielen neuen Begegnungen und erklärt zur anstehenden Sanierung:

In der ersten Oktoberhälfte der neuen Saison 2022/23 werden vier Jahrhunderte Musikgeschichte in der neuen Wirkungsstätte im MuseumsQuartier zelebriert: Bei „Resonanz“ gilt es zu entdecken, was es heißt, wenn sowohl im mumok als auch in der Kunsthalle Wien die Tonkunst eine Liaison mit der bildenden Kunst eingeht. Am Tag der offenen Türen werden die Räume des MuseumsQuartiers für das Publikum geöffnet. Kurzkonzerte, Workshops und musikalische Pop-ups geben Einblicke in die Welt der Musik, des Theaters und des Musiktheaters, bringen Neugierige jeglichen Alters mit eingefleischten Opern-Aficionados zusammen und machen Lust auf mehr.

Bis das alte Haus in neuem Glanz erstrahlend seine Türen zur Saison 2024/25 wieder öffnet, finden unsere großen Neuproduktionen in der Halle E mitten im MuseumsQuartier (siehe Foto unten) statt – eine Spielstätte mit 800 Sitzplätzen, die sich für Musiktheater bestens bewährt hat. In diesem einzigartigen Ambiente, unmittelbar umgeben von großartigen Museen, dem innovativen Tanzquartier Wien und attraktiver Gastronomie, wird unser Blick für kulturelle Synergien so vielfältig reflektiert, dass wir uns keineswegs in ein „Ausweichquartier“ ausgelagert sehen. Vielmehr bietet unsere künstlerische Neuaufstellung an diesem Ort einmalige Chancen, neue Publikumsschichten zu gewinnen. Es ist mir eine besondere Freude, hier auch eine große Kooperation mit den Wiener Festwochen präsentieren zu können.

Museumsquartier Halle E - Panorama - Interimspielstätte Theater an der Wien © Alexander Eugen Koller
Museumsquartier Halle E – Panorama – Interimspielstätte Theater an der Wien © Alexander Eugen Koller

In der ersten Oktoberhälfte der neuen Saison 2022/23 werden vier Jahrhunderte Musikgeschichte in der neuen Wirkungsstätte im MuseumsQuartier zelebriert: Bei „Resonanz“ gilt es zu entdecken, was es heißt, wenn sowohl im mumok als auch in der Kunsthalle Wien die Tonkunst eine Liaison mit der bildenden Kunst eingeht. Am Tag der offenen Türen werden die Räume des MuseumsQuartiers für das Publikum geöffnet. Kurzkonzerte, Workshops und musikalische Pop-ups geben Einblicke in die Welt der Musik, des Theaters und des Musiktheaters, bringen Neugierige jeglichen Alters mit eingefleischten Opern-Aficionados zusammen und machen Lust auf mehr.

Eine Zukunft ohne Musiktheater wollen wir uns nicht vorstellen. Deswegen erweitern wir unser Angebot an die Erben der Welt mit einer Vielzahl an Vorstellungen und Projekten für Kinder und Jugendliche. Allerdings werden diese auch Erwachsenen viel Freude bereiten – gerade unsere große Familienoper zu Weihnachten ist ein packendes Geschenk Musiktheater an alle!

Freund*innen der Alten Musik und der historisch informierten Aufführungspraxis steht weiterhin eine große Auswahl selten gehörter Meisterwerke in konzertanter oder halbszenischer Aufführung zur Verfügung – immer hochkarätig besetzt.

Auch für die Neuaufstellung der Wiener Kammeroper dient uns die musiktheatrale Synthese als Leitbild. Weiterhin werden hier hochtalentierte Nachwuchskünstler*innen im Zentrum der Ereignisse stehen. Statt mit einem festen Ensemble arbeiten wir mit internationalen Hochschulen, Akademien und anderen Talenteschmieden zusammen, um für jede Produktion noch studierende und sich gerade etablierende mit prominenten Künstler*innen zusammenzuführen. Von dieser synergetischen Vernetzung der Kammeroper mit der großen Welt des Musiktheaters versprechen wir uns kurzfristig einiges und langfristig sehr viel mehr.

Darüber hinaus verbirgt sich unter den Namen CAMPUS, TaWumm! und Late Night ein Spektrum an unterhaltsamen Lehrveranstaltungen, Vermittlungsprojekten und künstlerischen Darstellungen von und mit inspirierten und höchst inspirierenden Persönlichkeiten

Das berühmte Papageno-Tor des Theater an der Wien © VBW Kmetitsch - Fürnkranz
Das berühmte Papageno-Tor des Theater an der Wien © VBW Kmetitsch – Fürnkranz

„Wien ist eine der großen Kulturstädte Europas und nicht zuletzt vor diesem Hintergrund bekennen wir uns dazu, in die Zukunft unserer Theater massiv zu investieren. Wir haben das mit dem Ronacher getan und zuletzt mit dem Raimund Theater, das seit 2021 in neuem Glanz erstrahlt. Nun nehmen wir insgesamt 60,05 Millionen Euro in die Hand, um das Theater an der Wien von Grund auf zu sanieren und zu modernisieren. Das Geld ist gut angelegt, denn diese Investition stärkt nicht nur die Qualität der Kultur- und Tourismusmetropole Wien, sondern schafft auch Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze“, so Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke.

„Die Sanierung und Modernisierung des historischen Theaters ist ein dringend notwendiger Schritt, um das Opernhaus auf lange Sicht fit für die Zukunft zu machen. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen die Verbesserung der baulichen Substanz und der Haustechnik, die Renovierung des Vorder- und Hinterhauses, die Öffnung zum Naschmarkt hin sowie die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone in der Millöckergasse. Etwa zwei Jahre wird der Umbau in Anspruch nehmen, bis das Haus bei seiner Wiedereröffnung im Herbst 2024 in neuem Glanz erstrahlen kann,“ so Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer.

„Das Theater an der Wien ist ein zentrales und weithin strahlendes Opernhaus, was nicht nur an der hohen Auslastung von 93 Prozent in den Jahren vor der Pandemie ablesbar ist, sondern auch an den zahlreichen internationalen Auszeichnungen und Koproduktionen. Um dieses erfolgreiche, traditionsreiche Opernhaus in eine ebenso glänzende Zukunft führen zu können, bedarf es nun der Modernisierung. Es freut mich, dass die Stadt Wien ihren kulturellen Auftrag ernst nimmt und für die dringend notwendige Sanierung des historischen Theaters die nötigen Mittel bereitstellt“, meint Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

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