Wien, Wiener Staatsoper, Kunst und Zahlen: Spektakulär, IOCO Aktuell, 28.02.2017

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke
Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Olymp der Musiktheater: Die Wiener Staatsoper 

 Geschäftsbericht 2015/2016,  Zwischenbilanz 2016/2017 der  Wiener Staatsoper GmbH 

“Tue Gutes und rede darüber!”

Wien / Dominique Meyer © IOCO
Wien / Dominique Meyer © IOCO

Die Wiener Staatsoper ist der Olymp der Musiktheater, künstlerisch wie kaufmännisch. Die Weltgeltung der Staatsoper, von Ioan Holender vor Jahren kantig geformt, hält der Franzose Dominique Meyer seit 2011 in sanfter Professionalität auf gewohnt hohem Niveau: Über 600.000 Besucher jährlich, eine Auslastung von 98 – 99% auf 2.284 Plätzen: Normalität in Wien, Weltweit einzigartig. Intendant Dominique Meyer: Ich lasse mir die Auslastungszahlen jeden Morgen vorlegen. Sind diese unter 99% werde ich unruhig“.

Kaum ein Theater im deutschen Sprachraum besitzt neben hohen künstlerischen Ansprüchen ähnlich hohe kaufmännische Standards wie die Wiener Staatsoper.  Selbst Jahrespressekonferenzen großer Theater  werden meist von Schwärmereien  verantwortlicher Intendanten zu Inszenierungen dominiert. Zahlen zu Auslastung, Eigenfinanzierung, Anzahl Besucher der Theater zu erhaschen ist regelmäßig vergebliche Liebesmüh. So lehnte der Intendant eines großes deutschen Staatstheaters in der Jahrespressekonferenz 2016 IOCO Nachfragen zu Leistungskennziffern, dem überheblichen Prinzip Kunst kennt keine Kosten  folgend, strikt ab. Im Folgenden die Leistungskennziffern der Wiener Staatsoper: Freiwillig, zeitnah, professionell!

 Wiener Staatsoper GmbH: Geschäftsbericht 2015/2016,  Zwischenbilanz 2016/2017  

Johann Strauss Vater © IOCO
Johann Strauss Vater © IOCO

“In der Saison 2015/2016 der Wiener Staatsoper: Wurden insgesamt 394 Vorstellungen gespielt, die von 610.516 Besucherinnen und Besuchern gesehen wurden. Bei den 290 Vorstellungen auf der Hauptbühne der Wiener Staatsoper wurde eine Sitzplatzauslastung von 98,59 % erreicht. Acht Premieren (Oper, Ballett, Kinderoper) und 66 verschiedene Werke sowie zwei Gastspiele (Oper und Ballett) wurden auf-  / durchgeführt.

Der Umsatz 2015/16 betrug 43,9 Mio. €, die aktivierten Eigenleistungen 0,6 Mio.€, sonstige betriebliche Erträge beliefen sich auf 73,2 Mio. €. Ausgabenseitig fielen Personalkosten in Höhe von 78,1 Mio. €, Materialaufwendungen von 1,4 Mio. € und sonstige betriebliche Aufwendungen von 24,6 Mio. € an. Die Abschreibungen beliefen sich auf 10,7 Mio. €. Daraus resultiert ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,9 Mio. €. Nach Abzug der gesetzlichen Rücklage sowie unter Zurechnung des Gewinnvortrages ergibt sich ein Bilanzgewinn von 2,7 Mio. €.  Die Gesamtausgaben 2015/2016 betrugen 114,8 Mio. €, die Subvention durch die Republik Österreich 60,4 Mio. €. Bei den Erlösen durch den Kartenverkauf konnte ein Einnahmenrekord von 34,8 Mio. € erzielt werden. Der Eigendeckungsgrad belief sich auf 43,8 %.

Zwischenbilanz 2016/2017:  Zum 27. Februar 2016 beträgt die Sitzplatzauslastung (Oper, Ballett, Solistenkonzerte) im Großen Haus 98,84% (nur Oper: 99,43%). Bis zu diesem Zeitpunkt konnten Einnahmen aus dem Kartenverkauf in Höhe von 20.091.187,73 € erzielt werden. Die durchschnittlichen Einnahmen pro Vorstellung belaufen sich auf 122.507,24 €”.  PMWStO

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